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Sonsbeck
Dr. Ebert: "2025 sind wir nicht mehr zahlungsfähig"

Sonsbeck. Es gibt nicht nur zu wenig Lehrer, es gibt auch zu wenig Pfarrer und Priester: "Auch wir haben das Geld, sie zu bezahlen, aber: Es gibt keine", sagt Baukirchmeister Dr. Wolfgang Ebert, der für die evangelische Kirchengemeinde im Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales gewohnt eloquent und ausführlich Bericht erstattete.

Er sei "immer noch ganz selig" über den Kreiskirchentag, der kürzlich im APX gefeiert wurde; wenn katholische oder evangelische Kirchengemeinden schrumpften, "liegt es an uns, mit einem guten Angebot und Programm gegenzusteuern". Die evangelische Kirche und die St. Maria Magdalena Kirche würden da mit gutem Beispiel vorangehen und - Stichwort gelebte Ökumene - das Reformationsjubiläum am 30. Oktober gemeinsam mit einem Luther-Frühstück bei Lensing und zwei Gottesdiensten mittags und abends feiern. Am 9. November werde mit einer kleinen Prozession (Start 18 Uhr an der evangelischen Kirche) an die Reichspogromnacht erinnert.

29 junge Menschen, so Ebert, gehen dieses Jahr zur Konfirmation, 31 sind es 2018. Am 10. September ist Tag des offenen Denkmals, dann wird auch die evangelische Kirche geöffnet sein, in der die Sängerin Anne Haigis, von der Initiative SON'Kult nach Sonsbeck geholt, Fronleichnam für einen "großartigen Konzertabend" gesorgt hatte. Und dass bei der Renovierung der Kirche oft bis zu 20 Jugendliche da waren und geholfen haben, freute den Baukirchmeister ganz besonders.

Er malte allerdings auch schwarz, was die Unterhaltung der kirchlichen Gebäude angeht: "2025 sind wir nicht mehr zahlungsfähig". Dann müsse man schauen und vielleicht sogar überlegen, ob man das Pfarrhaus aufgibt, wenn die Amtszeit des jetzigen Pfarrers zu Ende geht.

(jas)
 
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