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Xanten
Dschungelfieber im Wiesn-Festzelt

Xanten: Dschungelfieber im Wiesn-Festzelt
Die Kinder im Publikum waren gefesselt vom bunten Treiben auf der Bühne. Die Dschungelbuch-Helden sorgten gestern Nachmittag gut zwei Stunden lang für allerbeste Unterhaltung im Oktoberfestzelt. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Mehr als 300 Kinder kamen gestern ins Wardter Festzelt, um die Abenteuer von Mogli und Shir Khan zu erleben. Das Ensemble vom Theater Lichtermeer inszenierte die Geschichte als witziges, sehr kindgerechtes Musical. Von Sabine Hannemann

Fest ins Programm der Xantener Wiesn gehört ein Nachmittag für Kinder. In diesem Jahr sollte es das Dschungelbuch als Musical sein. Das Ensemble vom Theater Lichtermeer spielte die Geschichte um Mogli im Festzelt in einer Neuinterpretation. Weit über 300 Karten gingen bereits im Vorverkauf über den Tisch. Eltern oder Großeltern gönnten sich mit dem Nachwuchs einen Theaternachmittag so ganz nach Geschmack.

Für die Älteren sorgte das Stück mit Mogli, Shir Khan, Baghira, Kaa und Balu für ein Wiedersehen. Die kleinen Zeltgäste lernten die Figuren des Dschungelbuches im Musical von Timo Riegelsberger nach Sir Rudyard Kiplings Geschichten, erschienen 1895, erstmals kennen. Der Walt-Disney-Film (1967) gilt als Klassiker, und das nicht nur in der Weihnachtszeit.

Die Musical-Version des Ensembles vom Theater Lichtermeer begeisterte in seiner kindgerechten Darbietung. Riegelsberger ist verantwortlich für Buch, Regie, Musik und Songtexte. Schon die Bühnenbilder mit ihren Schattenspielen zu Beginn faszinierten das junge Publikum und sorgten für Kurzweil an einem tristen Herbsttag. Hinzu kamen bunte Handpuppen und die Kostüme der Schauspieler, die für staunende Kinderaugen sorgten.

Zunächst machten die Zuschauer mit den Handpuppen, den Geiern Chil, Chuck und Cho, Bekanntschaft. "Es gibt jede Menge zu lachen. Die Dialoge verfehlen ihre Botschaft nicht", sagte Olli Rau, Tontechniker und mit dem Ensemble auf Tour. Zu den Herausforderungen des Musicals gehört unter anderem, dass vier Schauspieler bis zu fünf verschiedene Rollen übernehmen, zu eingängiger Musik singen, tanzen, mal Wolf, mal Bär, mal Tiger sind.

Wie in der historischen Vorlage kämpft auch im Musical das Gute gegen das Böse. In diesem Fall muss sich Mogli gegen den bösen Tiger Shir Khan durchsetzen. Er ist in den Dschungel zurückgekehrt und will nun Mogli fressen.

Eine spannende Geschichte, wie den Kindern anzumerken war. Sie folgten gebannt dem Bühnengeschehen um Mogli, der zwischen Menschen- und Tierwelt hin- und hergerissen ist. Gemeinsam hofften die Kinder auf das erlösende Happy End. Für das sorgt Mogli mit einem geschickten Schachzug am Schluss, wie Olli Rau verrät. Mit einer roten Blume, Symbol für Feuer, schlägt Mogli seinen Gegner in die Flucht.

Zwei Theaterstunden mit Pause endeten glücklich. Das Gute siegte. Erneut hat Wiesn-Chef Wilfried Meyer für einen tollen Theaternachmittag gesorgt. "Einfach sehr liebevoll erzählt", fand Nadine Bölinger von der Volksbank Niederrhein, wieder regionale Kooperationspartnerin. "Die Kinder brennen für das Dschungelbuch und Mogli. Die Kunst einer solchen Aufführung besteht darin, für einen ersten gelungenen Theaterkontakt zu sorgen. Die Geschichte wird kindgerecht erzählt und macht Lust auf mehr Theater", so Nadine Bölinger. Zu den weiteren Highlights des Nachmittags für kleine Besucher gehörte ohne Zweifel auch das große Festzelt auf der Wardter Wiesn.

Quelle: RP
 
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