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Sonsbeck
Ehrenmal in Labbeck wieder hergerichtet

Sonsbeck: Ehrenmal in Labbeck wieder hergerichtet
Bürgermeister Heiko Schmidt, König Dominik Gehrke , Ortsvorsteherin Hildegard Pieper, die Jungeschützen Ludwig und Georg Ingenlath, Brudermeister Gerd Geuyen und Schriftführer Lutz Henle FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. St.-Hubertus-Schützenbrüder mehr als 40 Stunden im Einsatz. Bürgermeister Schmidt bedankte sich. Von Kai Homeier

Das Moos hatte auf dem kleinen Grundstück am Eingang zum Labbecker Pfarrfriedhof die Überhand gewonnen. Die drei Steinkreuze standen nicht mehr im Lot, das Mahnmal wurde seinem Zweck nicht mehr gerecht - bis engagierte Bürger Hand anlegten und die Stätte der Erinnerung wieder herrichteten. Genauer: Mitglieder der St.-Hubertus-Bruderschaft.

Ortsvorsteherin Hildegard Pieper, treibende Kraft der engagierten Aktion, sagte: "Mit dem Anliegen habe ich bei der Bruderschaft offene Türen eingerannt." Auch in der Bruderschaft gab es schon lange Überlegungen, den würdevollen Zustand wiederherzustellen, den der Zahn der Zeit arg ramponiert hatte.

Man war sich einig, dass das Gedenken an die Opfer der Kriege ein wertvolles Gut ist. Auf den drei Kreuzen, die stellvertretend für die vielen Gefallenen stehen, ist ersichtlich, dass die Männer, die im Krieg ihr Leben ließen, noch sehr jung waren. Im kapellenartigen Gebäude neben der akkurat hergerichteten Rasenstelle sind die Namen aller Gefallen verzeichnet.

"Das Mahnmal wurde 1963 zum 100-jährigen Bestehen der Bruderschaft errichtet", berichtete Brudermeister Gerd Geuyen. Mit König Dominik Gehrke, Schriftführer Lutz Henle und den beiden Jungschützen Ludwig Ingenlath und Georg Ingenlath wurde der würdige Charakter wiederhergestellt. Die Pläne hatte Georg Ingenlath gemacht.

Sonsbecks erster Bürger, Heiko Schmidt, zollte den Schützenbrüdern seinen Respekt und seine Dankbarkeit für die geleistete Arbeit. "Der Bauhof hat bei diesem zeitaufwendigen Projekt mitgeholfen, und die Gemeinde hat sich an den Kosten beteiligt", sagte er.

Auch ihm ist wichtig, dass die Erinnerung an die Opfer des Krieges lebendig bleibt. Hildegard Pieper liegt vor allem am Herzen, dass das die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Terror nie in den Hintergrund geraten darf. Erinnerung sei für Menschen jeglichen Alters wichtig. So freute sie sich, dass bei dieser Aktion auch die Jungschützen mit angepackt haben. "Im vorigen Jahr haben sich 20 Jungschützen der Bruderschaft angeschlossen", berichtete Brudermeister Geuyen.

Mehr als 40 Arbeitsstunden und drei Wochenenden waren zum Wiederherrichten nötig. Die komplette Bruderschaft wird beim Schützenfest am Mahnmal Aufstellung nehmen. Am Kirmesmontag findet hier die Kranzniederlegung statt.

Quelle: RP
 
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