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Sonsbeck
Ein Feuerwehr-Tag für die ganze Familie

Sonsbeck. Beim "Hoffmusdag" in Labbeck gingen 500 Portionen des leckeren Wintereintopfes über die Theke. Von Erwin Kohl

Das "Hoffmus", wie der Niederrheiner seinen Grünkohl nennt, wuchs früher in jedem Kleingarten und war fester Bestandteil auf dem Speiseplan. So richtig lecker schmeckt das Wintergemüse nach dem ersten Frost. Das wissen natürlich auch die freiwilligen Feuerwehrleute in Labbeck. Sie laden seit nun 18 Jahren traditionell am Jahresanfang zum "Hoffmusdag", einem gemütlichen Frühschoppen für Jung und Alt. 500 Portionen Hoffmus und 120 Bratwürstchen im Brötchen haben die Mitarbeiter der Familie Brunngraber am Sonntag in der Fahrzeughalle der Labbecker Feuerwehrwache verteilt.

Musikalisch begleitet vom Musikverein Harmonie Sonsbeck/Labbeck unter der Leitung von Wolfgang Güdden, ließen es sich die rund 400 Besucher schmecken. Unter ihnen waren zahlreiche Vertreter befreundeter Feuerwehren aus Uedemerbruch, Issum und Xanten. "Wir nutzen dieses Fest zum einen, um die Kameradschaft mit den Nachbarwehren zu pflegen und zum anderen, um der Dorfgemeinschaft zu zeigen, was wir hier leisten können", erklärt Zugführer Rene Kaja.

Dafür legten sich die 26 Einsatzkräfte vom Sonsbecker Löschzug 3 mächtig ins Zeug, versorgten die Gäste mit Getränken, unterhielten den Nachwuchs und stellten sich in die Küche, um eigenhändig die vielen Teller zu spülen. "Das ist alles über einen Dienstplan geregelt. Motivieren brauchten wir niemanden, die Kameraden freuen sich alle auf das Fest", sagte Feuerwehrmann Manuel Pieper.

Davon profitierten auch die "Feuerwehrfrauen", die im Schulungsraum im Obergeschoss selbst gebackenen Kuchen anboten. "Wenn's stressig wird, springen unsere Männer ein und dazwischen versorgen sie uns mit Grünkohl und Getränken", war Gerda Lukas voll des Lobes.

Der "Hoffmusdag" war immer schon ein Fest für die ganze Familie. So bot sich auch dem Nachwuchs ein abwechslungsreiches Programm. Während die ganz Kleinen im Bällebad tobten, schossen ihre älteren Geschwister mit einer Armbrust Weinkorken in eine Waschmaschinentrommel oder bauten aus kleinen Holzbrettchen einen mannshohen Turm.

Aber auch die Kreativität kam nicht zu kurz, beispielsweise als es darum ging, mit einer Eisensäge aus Ytong-Steinen eine Feuerwache zu bauen und entsprechend zu bemalen. Handwerkliches Geschick war erforderlich, um mit einem Akkubohrer seinen Namen in ein Brett zu bohren, um es hinterher dekorativ an die Kinderzimmertür zu hängen.

Absoluter Höhepunkt für den Nachwuchs aber war die Rundfahrt im "echten" Feuerwehrauto. "Die Kinder im Dorf freuen sich schon die ganze Woche da drauf. Sie standen schon um elf Uhr mit leuchtenden Augen auf dem Hof", erzählte Fahrer Georg Quinders. Natürlich fand die Fahrt unter echten Einsatzbedingungen statt. "Wenn ich aus dem Ort rausfahre, schalte ich kurz Blaulicht und Martinshorn ein, das begeistert die Kinder."

Quelle: RP
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