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Sonsbeck
Ein Labyrinth an der Gerebernus-Kapelle

Sonsbeck. Beim Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena in Labbeck kündigte Pfarrer Hoebertz den baldigen Neubau des Pfarrheims an. Gemeinde sucht einen Verwaltungsreferenten. Von Heinz Kühnen

"Im nächsten Jahr", davon ist Pfarrer Günter Hoebertz fest überzeugt, "wird der Neujahrsempfang der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena im neuen Pfarrheim in Sonsbeck stattfinden." Das alte steht zwar noch, dient vorübergehend als Unterkunft für Flüchtlinge. Aber ein Jahr vom Abriss bis zum Einzug ins neue Haus, das müsste doch reichen - "hoffe ich jedenfalls", sagte Hoebertz in Labbeck - beim aktuellen Empfang der Gemeinde zum neuen Kirchenjahr. Und das dortige Pfarrheim hat schließlich auch seinen Charme. Und die St.-Marien-Kirche kann sich nach der Sanierung nun auch wieder sehen lassen - samt Mariengrotte, betonte der Pfarrer in seinem Jahresrückblick.

In dem nahm unter anderem auch die Spanien-Fahrt der Firmlinge einen breiteren Raum ein. Eine Woche ging es nach Andalusien. Das Ziel war eine Gemeinschaft im Pueblo de Dios, der Stadt Gottes. Teilen und Gotteszeugnis ablegen, ist dort angesagt. "Allen gehört alles und alle, die kommen, sind willkommen", erzählte Pastor Hoebertz. "Eine vollkommen neue Glaubenserfahrung", fasste der Priester zusammen. Und offensichtlich eine begeisternde, die sich herumgesprochen hat. Die Alpener fahren in diesem Jahr mit uns", zeigte sich Hoebertz erfreut. In der ersten Herbstferienwoche (20. bis 29. Oktober) geht es in den Süden Europas, sagte der Pfarrer vor den zahlreichen Ehrenamtlichen Mitarbeitern der Maria-Magdalena-Pfarrei, zu der eben auch die St.-Marien- und die Hamber St.-Antonius-Gemeinde gehören. Bei ihnen bedankte sich die Gemeinde eben mit diesem Empfang für ihren wertvollen Einsatz.

Der wird auch im neuen Jahr gebraucht. Für die Belebung der Wallfahrt zum Beispiel. Da ist nun unter anderem auch die Anlage eines neuen Labyrinths nahe der Gerebernus-Kapelle geplant. Vorbild für den grasgesäumten Rundweg ist das weltberühmte Labyrinth von Chartres.

Sorgen bereitet Hoebertz die Suche nach einem Verwaltungsreferenten. Seit Monaten bemüht sich die Gemeinde vergeblich, die Stelle zu besetzen. 9,7 Stunden in der Woche, als eine "Viertelstelle" - das sei vielleicht auch etwas für Rentner, sagte der Pfarrer, der ohne einen derartigen Mitarbeiter selbst Zeit mit der Verwaltungsarbeit verbringen muss. Und sich neben der Seelsorge eben auch auf Bauvorhaben konzentrieren muss. Dem Beschluss des Gemeinderates entsprechend soll auch der Vorplatz überarbeitet werden - am besten mit Zuschüssen aus EU-Mitteln. Hoebertz hat nichts dagegen, und das Bistum hat bereits um die einen gemeinsamen Gesprächstermin mit Vertretern der Kommune und dem Planer gebeten. Noch allerdings wartet der Pfarrer täglich auf den Briefträger. Der kommt in diesen Tagen mit der Genehmigung des Kreises für den Pfarrheim-Abriss: "Dann geht's sofort los."

Quelle: RP
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