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Sonsbeck
Ein neuer Bürgerbus für Sonsbeck

Sonsbeck: Ein neuer Bürgerbus für Sonsbeck
Der Bürgerbusverein hat ein neues Fahrzeug. Astrid Kutscher von der Niag übergab am Landgut am Hochwald den Schlüssel an Torsten Kröll FOTO: Ostermann
Sonsbeck. Das vierte Modell seit Bestehen des Vereins hat eine behindertengerechte Einstieghilfe und erfüllt die Euronorm 6. Von Erwin Kohl

Mit einem offiziellen Festakt sowie Gebeten von Pfarrer Frank Bublitz und Pater Michael wurde dem Sonsbecker Bürgerbusverein am Landgut zum Hochwald ein neues Dienstfahrzeug übergeben. Bei dem knapp 100.000 Euro teuren, von der Bezirksregierung und dem Kreis Wesel finanzierten Fahrzeug handelt es sich laut Josef Devers, stellvertretender Landrat aus Orsoy, um den modernsten derzeit auf dem Markt erhältlichen Bürgerbus.

"Wie ein großer Linienbus hat dieses Fahrzeug einen Niederflurbereich, ist mit einer behindertengerechten Einstieghilfe in Form einer Rampe ausgestattet und ermöglicht so den barrierefreien Ein- und Ausstieg auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen", hob Devers die Vorzüge der komfortablen Neuanschaffung hervor.

Zugleich verwies Devers mit Blick auf die rund 30 anwesenden Fahrerinnen und Fahrer auf die Bedeutung der ehrenamtlich betriebenen Buslinie: "Der Bürgerbus vermittelt nicht nur Mobilität und Freiheit, sondern vor allem Menschlichkeit. Sie sind das Gesicht des Öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV auf privater Ebene."

Sonsbecks Bürgermeister Heiko Schmidt lobte die tolle Zusammenarbeit zwischen dem Kreis, dem Verkehrsunternehmen Niag und den benachbarten Kommunen. "Ihr ehrenamtliches Engagement lässt das Herz eines Bürgermeisters höher schlagen."

Rund 9000 Fahrgäste wird das neue Gefährt pro Jahr befördern - täglich von 9 Uhr bis 18.45 Uhr. Dabei vernetzt das örtliche Bürgerbusangebot nicht nur die Sonsbecker Ortsteile mit dem Ortskern und dem Xantener Krankenhaus, sondern sorgt mit der Haltestelle Bahnhof Xanten auch dafür, dass die Fahrgäste die direkte Anbindung an den Schienenverkehr ins Ruhrgebiet und damit auch ins bundesweite Schienennetz haben. Zwischen einem und 2,50 Euro kosten die Tickets für jeden der acht Sitzplätze. Schwerbehinderte mit amtlichen Ausweis dürfen den Bürgerbus kostenlos nutzen.

Kompetente Partnerin des Bürgerbusvereins ist die Niag. Sie unterstützt den Verein nicht nur bei der Gestaltung der Linienführung sowie der Fahrpläne und schult die Fahrerinnen und Fahrer, sondern kümmert sich auch um die technische Planung der Fahrzeuge. "Es musste sehr viel angepasst und umgerüstet werden. Ich kenne mittlerweile jedes Schräubchen an dem Bus", versichert Astrid Kutscha.

Um den niedrigen Einstieg zu gewährleisten, habe etwa eine Spezialfirma den Sprinter in der Mitte durchgeschnitten und ein passendes Teil eingesetzt. "Dadurch musste die Kardanwelle an mehreren Stellen umgelegt werden, und den Auspuff habe ich extra verlängern lassen müssen", erzählt die Niag-Mitarbeiterin.

Insgesamt sieben Jahre oder 300.000 Kilometer soll der Bürgerbus für die Sonsbecker rollen. Dass er mit seinem Dieselmotor die Umwelt über Gebühr belasten könnte, sieht Astrid Kutscha nicht: "Der Bus erfüllt die strenge Norm Euro 6. Das ist das Sauberste, was beim Diesel derzeit technisch möglich ist. Selbst voll besetzt braucht er nur zwischen neun und zwölf Liter."

Quelle: RP
 
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