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Xanten
Ein Zuschuss für die Skater-Anlage in Kamp-Lintfort

Xanten. 60 000 Euro kostet die "Bowl", die sich die Sekundarschüler in Kamp-Lintfort als Spiel- und Bewegungsgerät auswählten. Von Peter Gottschlich

"Die Kinder wollen sich bewegen, nicht herumsitzen." Schulleiterin Barbara Mennekes kann verstehen, warum sich ihre Sekundarschüler dafür entschieden, auf einer Rasenfläche hinter der Turnhalle an der Sudermannstraße eine "Bowl" bauen zu lassen. Diese Skaterschüssel sieht von oben wie ein kleiner, gerundeter Bumerang aus. Sie hat einen Durchmesser von 15 Metern und besteht aus Beton. Zusammen mit einer Entspannungsregion, einer "Chill-Oase", kostet sie 60 000 Euro. Geld dafür fließt auch über den Verein "Klartext für Kinder" sowie die Aktion "Bewegen hilft" mit Volksbankvorstand Guido Lohmann.

"Wir bedanken uns, dass wir ausgewählt wurden", sagt Bernd Benninghoff. Als stellvertretender Schulleiter und Kassierer des Fördervereins der Sekundarschule hat er sich das Ziel gesetzt, das Geld bis zu den nächsten Sommerferien zusammen zu bekommen. "Das hat auch beim Bauprojekt Spielplatz geklappt", sagt er. "Es hat 23 000 Euro gekostet." Dafür entstand ein Klettergerüst mit Schaukel, Drehspindel und Schiffschaukel.

Daneben liegt ein Karussell, bei dem die Kinder auf einem Ring sitzen. Dieser Kinderspielplatz wurde in den Osterferien 2014 fertiggestellt.

"Die Kinder haben selbst entschieden, welche Geräte sie auf dem Spielplatz haben wollen", blickt Barbara Mennekes zurück. Es gab einen Ideenwettbewerb. In Gruppen tauschten sich die Sekundarschüler über ihre Vorstellungen aus, zeichneten Skizzen und bauten Modelle aus Knetmasse.

Dann präsentierten sie ihre jeweiligen Ideen, um diese von den anderen Schülern mit Punkten bewerten zu lassen. Als die Kinder entschieden, blickten sie nicht auf die Finanzen.

Das macht die Aufgabe für den Förderverein nicht leichter, der wie die neue Schule an der Sudermannstraße seit Sommer 2012 existiert. Er ließ sich etwas einfallen. Beispielsweise verkauft er Kaffee und selbstgemachten Kuchen, wenn einmal im Jahr Tag der Offenen Tür ist. Die Mitglieder des Fördervereins sind mit einem eigenen Stand auf dem Kamp-Lintfort Nikolausmarkt sowie beim Gestfeldfest präsent.

Oder er veranstaltet regelmäßig Sponsorenläufe. Außerdem haben Barbara Mennekes und Bernd Benninghoff einen guten Draht zu Sponsoren, Politik und Hochschule, weil sie in der Öffentlichkeit präsent sind. So zum Beispiel beim "Runden Tisch im Gestfeld", bei dem die Idee zu einem modernen Spielplatz im Ortsteil entstand. Oder sie sind bei den Arenen zur Landesgartenschau dabei. Dazu sind die Ideen ausgefallen.

Deshalb steuerte zum Beispiel der Verein "Ein Herz für Kinder" einen größeren Geldbetrag bei, um in den Osterferien 2014 das lang ersehnte Klettergerüst auf dem Schulhof aufstellen zu können.

Schließlich ist dieser Bewegungs- und Spielort nicht nur für die Schüler zugänglich, sondern für alle Kinder im Gestfeld. Das wird auch bei der neuen Skaterschüssel so sein. "Wir sind auch eine Schule vor Ort", sagt Schulleiterin Barbara Mennekes.

Quelle: RP
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