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Xanten
Eine offene und herzliche Begegnung

Xanten: Eine offene und herzliche Begegnung
Bei der Tour der Begegnung hatte die Klasse 10a der Marienschule gestern die Paul-Mohr-Grundschule aus Bedburg-Hau zu Gast. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. Die Tour der Begegnung führte die Paul-Moor-Schule aus Bedburg-Hau zur Marienschule in Xanten. Von Sabine Hannemann

Auf Schusters Rappen nach Xanten machte sich gestern eine Schülergruppe der LVR-Paul-Moor-Schule aus Bedburg-Hau. Der Landschaftsverband Rheinland hatte für die "Tour der Bewegung - Inklusion läuft" die Xantener Marienschule ausgewählt. Der Startschuss fiel in Wardt, am Nibelungenbad. Gemeinsam mit ihren Betreuern machten sich die Kinder der zweiten bis sechsten Klassen sich auf den Weg. "Alles hat geklappt", erklärten Nico (16) und Lukas (15), die mit anderen Betreuern unterwegs waren.

Ihr Fazit nach vier Kilometern: "Schöne Aussicht, viel gesehen und viel gelaufen. Ein tolles Gefühl", erklären sie am Ziel, im Innenhof der Realschule. Dort hatte die Klasse 10a mit ihrem Lehrer Volker Wermke ein Programm vorbereitet, lud zu einem Gewinnspiel am Glücksrad ein. Xantener Geschäftsleute hatten für Präsente gesorgt. Über ihre Erfahrungen mit dem Besuch sprachen Anna Rüpprich (15) und Pauline Thyssen (16), stellvertretende Schulsprecherin.

Berührungsängste im Vorfeld hatten sie nicht. Im Gegenteil, unkompliziert seien sie an die Sache herangegangen. "Wir hatten im Umgang keinerlei Erfahrungen und auch keine Vorstellungen. Alles hat einfach so geklappt", erzählen sie und sprechen über ihr Erfolgsrezept. "Offen und individuell miteinander umgehen. Die Kinder sind uns gegenüber sehr herzlich und offen, einfach super", so die Zehntklässlerinnen. "Wir haben positive Erfahrungen gemacht.

Das hat uns ein gutes Gefühl gegeben." Von 30 LVR-Förderschulen und 20 allgemeinen Schulen nehmen Teams an der Aktion teil, um für Inklusion zu werben. Immer mit dabei ist das Plüsch-Maskottchen Mitmän. Zum Interview lud Pauline ein. Auf die Frage "Was tun Sie für Kinder?" antwortete Bürgermeister Thomas Görtz, dass in Xanten einiges im Argen liege, wie er auch in seinen Bürgersprechstunden erfahre. Die Tour an sich lobte er, Inklusion gehe jeden an.

"Von Sport und Bewegung lässt sich jeder begeistern", so Görtz. "Der Austausch untereinander klappt dann viel einfacher und ohne komplizierte Gedanken." Auch Reiner Limbach (LVR) musste Rede und Antwort stehen. 44 Schulen, so Limbach, kümmern sich um Kinder mit Handicap, bieten gesundheitsförderliche Angebote. Die Tour der Begegnung in seiner elften Ausgabe findet er toll. "Ein Format, das im Rheinland funktioniert und Inklusion voranbringt.

" Von Landrat Josef Devers erfuhr die Gruppe, welche Aufgaben das Jugendamt im Kreis Wesel hat. "Mit Kindern und Jugendlichen suchen wir das Gespräch, hören zu und helfen bei Konflikten", so Devers. Die Veranstaltung lobte er. "Sie hilft, Menschen mit Behinderungen ins rechte Licht zu holen, baut Berührungsängste ab und pflegt die Normalität."

Quelle: RP
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