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Zum Sonntag
Einer trage des anderen Last - die Visitation

Xanten. Immer, wenn ich in den letzten Tagen erzähle "Wir haben Visitation" blicke ich meist in erstaunte Gesichter. Visitation - was ist da los in der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen, eine neue Veranstaltung? Nun, neu ist die Visitation nicht, genauer gesagt ist sie eine der ursprünglichsten Einrichtungen der evangelischen Gemeinden. Die einzelnen Gemeinden besuchen sich turnusmäßig untereinander, um sich zu beraten, gemeinsam auszurichten und gegebenenfalls zu korrigieren. So wie Paulus im Galaterbrief sagt, dass wir uns aufhelfen sollen mit sanftmütigem Geist, weil wir geistlich sind. Und jeder solle auch bei sich selbst schauen, dass er sich nicht über den anderen erhebt. "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Galater 6,2)

Alpen ist mit 27 anderen Gemeinden im Kirchenkreis Moers zusammen, der einen gewählten Vorstand hat. In heutiger Zeit nun kommen nicht mehr die einzelnen Gemeinden zu Besuch, sondern dieser Kreissynodalvorstand mit den Superintendenten. Zwei Wochen lang, vom 11. bis 24. März, schauen sie sich alle Gottesdienste, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise der Gemeinde an, treffen sich mit Haupt- und Ehrenamtlichen. Das bedeutet weit über 100 Termine in Alpen. Und zum Abschluss geben sie ihre Berichte und Empfehlungen dem Presbyterium. Visitation bedeutet aber nicht nur anschauen, sondern wie bei einem Besuch geht es auch um gegenseitigen Austausch. Darum ist am morgigen Sonntag, 19. März, um 11 Uhr nach dem Gottesdienst eine Gemeindeversammlung im Gemeindehaus, zu der alle Gemeindeglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen kommen können. Hier ist Raum für alle, um Anfragen zu stellen, Lob und Kritikpunkte oder auch Nöte und Beschwernisse anzubringen. Darum: Herzliche Einladung!

AUTORIN HEIKE BECKS IST PFARRERIN IN DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE ALPEN

Quelle: RP
 
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