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Xanten
Eislaufen in Xantens Winterworld

Xanten. Ab Sonntag kann man am Hafen Xanten wieder die Schlittschuhe schnüren - auf echtem Eis. Dazu gibt es viele Aktionen und Wettbewerbe. Beim Bierkasten-Curling geht es um die Qualifikation für die WM. Von Heidrun Jasper

"Macht ihr wieder so einen Mist wie letztes Jahr?", wollte gestern Mittag ein Junge im Hafen in Xanten wissen. Nein, machen sie nicht: Es ist keine Kunsteisbahn, die Christian Hilz aus Wegberg mit seinem Team an der rustikalen Almhütte im Hafen aufgebaut hat, sondern eine Echteis-Bahn!

Das dürfte den Jungen freuen, der vermutlich wie viele schon darauf wartet, dass es am Sonntag endlich losgeht mit der Winterworld im Hafen. FZX-Geschäftsführer Wilfried Meyer stellte gestern das Programm in und an der Almhütte vor, das am Sonntag um 12 Uhr beginnt und bis zum 21. Februar jede Menge Action und Winterspaß verspricht.

Auch wenn der Veranstalter für eine Eisbahn mit echtem Eis deutlich tiefer in die Tasche greifen muss: Der Unterschied zu einer Kunsteisbahn ist groß. Die wurde im vergangenen Jahr nicht so gut angenommen, denn auf Plastik zu fahren macht nicht nur weniger Vergnügen, es zieht auch einen hohen Verschleiß an den Kufen nach sich. 18 mal neun Meter groß ist die Eisbahn an der Almhütte, bis zu 100 Schlittschuh-Freunde passen sicher drauf, vermutet "Eismann" Christian Hilz.

Und natürlich gibt es auch Regeln, an die sich Eisläufer halten müssen. Dazu gehört nicht nur rücksichtsvolles Verhalten auf der Bahn, auch essen und trinken sind verboten. Der Hockeyschläger muss auch zu Hause bleiben, genau wie der Puck. Und aus dem Abrieb, der sich beim Schlittschuhlaufen bildet, dürfen auch keine Schneebälle geformt und durch die Gegend geworfen werden. Helme sind übrigens nicht Pflicht, aber gerade auch bei Kindern empfehlenswert, genau wie Handschuhe. Und das Handy sollte auch in der Tasche bleiben und nur gezückt werden, wenn man/frau gerade an der Bande ein Päuschen macht.

Die Eisbahn ist dienstags bis donnerstags von 15 bis 21 Uhr, freitags von 15 bis 19 Uhr (danach ist sie reserviert fürs Eisstockschießen), samstags von 12 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Die Zwei-Stunden-Karte für Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) kostet 2,50 Euro, Erwachsene zahlen 3,50 Euro. Wer Schlittschuhe hat, kann sie mitbringen, es gibt aber auch einen Verleih (drei Euro pro Paar). Und wer nicht so sicher auf den dünnen Kufen steht, kann dem Vergnügen beim Glühwein aus der Hütte zuschauen oder sich einen der vier Eisbären schnappen und damit über die Bahn gleiten.

Kindergärten und Schulen können die Bahn jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (9.30 bis 12.30 Uhr) kostenfrei benutzen (Anmeldung per E-Mail drei Tage vor dem Wunschtermin, eislaufen@f-z-x.de). Und weil Eislaufen keine Frage des Alters ist, können auch Hobbyläufer ab 60 Jahren jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr kostenfrei ihre Runden drehen. Dienstags ab 19 Uhr tönt "House and Blackbeat" durch die Lautsprecheranlagen an der Eisbahn, jeden Mittwoch gilt ganztägig "Two for one" (zwei laufen, einer zahlt), an den Samstagen heißt es ab 19 Uhr "Saturday Night on Ice". An verschiedenen Tagen werden Wettbewerbe wie der "FZX-Almhütten-Cup" mit Hüttengaudi (22. Januar und 12. Februar) und die Eisstockschießen-Stadtmeisterschaft (19. Januar) durchgeführt.

Und es gibt das Bierkasten-Curling (29. Januar ab 19 Uhr): Teams mit vier Personen treten gegeneinander an und versuchen, einen Getränkekasten über die Eisfläche möglichst nah ans markierte Zielfeld zu schieben. Da macht es übrigens nichts, wenn die Kiste vor die Bande knallt: Sie hat unten einen Puckschutz! Die Erstplatzierten qualifizieren sich fürs Finale der 7. WM im Bierkasten-Curling nächstes Jahr in Wegberg.

Quelle: RP
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