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Xanten
Englisch-Urlaub an der Südsee

Xanten: Englisch-Urlaub an der Südsee
Wasserski und Segeln - aber alles auf Englisch, lautet die Idee beim Berlitz-Sprach-Camp in der Jugendherberge. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Sprachunterricht beim Sport: Das Berlitz-Sprach-Camp in der Jugendherberge steht unter dem Motto "Wasserski und Segeln". Von Erwin Kohl

Man kann die Sommerferien dazu nutzen, irgendwo entspannt am Meer zu liegen und zu relaxen. Dass der Urlaub zur schönsten Jahreszeit aber auch sinnvoll verbracht werden kann, zeigt sich derzeit in der Xantener Jugendherberge. Dort nehmen rund 30 Kinder und Jugendliche ein Angebot der Berlitz-Sprachschule wahr. Deren Maxime lautet, eine fremde Sprache anhand von Gesten und Gegenständen und vor allem den durchgehenden Gebrauch zu lernen.

Angeleitet von sechs Betreuern aus Europa, Amerika und Afrika lernen die Zehn- bis 17-Jährigen in einem zwei Wochen dauernden Intensivkurs Englisch. "Am ersten Tag machen wir einen Test, um den Kenntnisstand abzufragen. Mit diesen Ergebnissen teilen wir die Schüler in sechs Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen ein", berichtet Augustin Boima aus Sierra Leone.

Nach dem Frühstück geht es gleich zur ersten Doppelstunde in den "Klassenraum". Der Unterricht gleicht dabei keineswegs dem klassischen Schulschema, sondern funktioniert themenbasiert und wird durch unterschiedliche Lernspiele aufgelockert.

Das Besondere an dem Lern-Camp ist, dass ausschließlich und rund um die Uhr Englisch gesprochen wird. "Natürlich gibt es Kinder, gerade die Jüngeren, die am Anfang nicht viel verstehen. Aber dann ist immer ein anderes Kind zur Stelle, das übersetzt. Die Eingewöhnung geht so schnell, dass viele vergessen, in Deutschland zu sein", erklärt Boima. Neben dem Lernprogramm steht eine Reihe an Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Dazu zählen Hockey mit dem Besen, Fußball, Bastelstunden oder eine Wanderung durch die Stadt, die garantiert an der Eisdiele endet.

Damit dennoch so etwas wie Urlaubsstimmung aufkommt, stehen die Berlitz-Sprach-Camps immer unter einem Oberthema. Am Ufer der Xantener Freizeitseen lautet das: Wasserski und Segeln. "Am Anfang kamen die Kinder klatschnass zurück, mittlerweile klappt das schon ganz gut", sagt Augustin Boima und lacht.

Am Abend sorgen Spiele wie die Schnitzeljagd, die "Casino Night" oder ein Pop-Quiz für Abwechslung. Schon nach der ersten Woche finden intensive Gesprächsrunden in englischer Sprache mit den Betreuern statt. Besonders gefragt ist dabei Raymond Thompson; er muss immer wieder vom Leben in seiner Heimatstadt New York erzählen. Besonders beliebt sind die "Flashmobs" des Amerikaners, mit denen er ausgewählte Teilnehmer für die anderen geheim zu bestimmten Aktivitäten animiert. "Das ist witzig, plötzlich stehen einige nach dem Abendessen auf und führen etwas vor", sagt Boima. Und wenn Jabo W'Membe die Kinder und Jugendlichen am Abend um sich schart, entsteht sogar so etwas wie Lagerfeueratmosphäre. Dann erzählt der Berlitz-Mitarbeiter aus Sambia düstere Zulu-Geschichten aus der Heimat oder bringt den Anwesenden afrikanische Tänze und Entspannungsübungen bei.

In dieser Woche endet der Lernurlaub, zum Abschied gibt es für jeden ein Zertifikat. Vom Erfolg ist Boima schon heute überzeugt: "Alle Kinder werden sich dann in englischer Sprache unterhalten können."

Quelle: RP
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