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Xanten
Entspannen beim Klang der Xantener König-Orgel

Xanten. "Atemholen, für einen Moment eintauchen in die Welt der Klänge, die Atmosphäre genießen. Stadtbummler und Orgelliebhaber jeden Alters sind herzlich willkommen", mit diesen Worten wirbt die evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter für den "Orgelsommer", einer Veranstaltungsreihe, bei der sich Gastorganisten in der evangelischen Kirche am Markt vorstellen können. Sonntag gab der Oberhausener Malte Blaß in Xanten seine musikalische Visitenkarte ab. Von Erwin Kohl

Hauptberuflich als Lagerist in der Lebensmittelindustrie tätig, tourt Malte Blaß in seiner Freizeit durch die Lande, um sich "Land, Leute und Orgeln" anzusehen. So war es auch zuallererst das Instrument, das ihn auf die Domstadt aufmerksam gemacht hat. "Ich habe auf der Homepage des Orgelbauers Weimbs gelesen, dass die Firma für die evangelische Kirche in Xanten eine echte König-Orgel restauriert hat. Die musste ich mir einfach ansehen", so Blaß. Beim Ansehen blieb es nicht, der Hobby-Organist kam mit Brigitte Messerschmidt vom Organisationsteam des Orgelsommers in Kontakt, die den Fan der König-Orgel sofort gebucht hat. Für das Konzert am Sonntag entschied sich Malte Blaß bewusst für zwei eher kurze Passagen von 15 bis 20 Minuten mit einer längeren Pause dazwischen. "Manchmal ist weniger mehr. Ich möchte die Zuhörer nicht überfrachten, sie sollen den Augenblick genießen. Lieber plaudere ich hinterher noch mit dem einen oder anderen Gast über das Orgelspiel", erklärt Blaß. Damit trifft er genau den Geschmack des Veranstalters. "Zwei kleine Konzerte, dazwischen einen Spaziergang oder ein Eis. Dieses Konzept hat sich als erfolgreich herausgestellt", versichert Brigitte Messerschmidt.

Mal so richtig entschleunigen bei Orgelklängen von Händel, Bach und Mozart. Dafür ist Iris Brand extra aus Wesel gekommen. "Gute Musik ist nicht nur Balsam für die Seele, sie dringt ins Herz und macht den Alltag schön", sagt sie. 25 weitere Gäste denken genauso, und weil während des Konzerts die Kirchentüren weit offen stehen, kommen stetig mehr. Auch von Organisten wird starkes Interesse an der Reihe bekundet. Das ist auch der Grund dafür, dass man für den 9. August ein Zusatzkonzert mit dem Kantor der evangelischen Landeskirche, Jens Peter Enk, eingebunden hat. Den Abschluss wird am 23. August Martin Hruschka aus Berlin gestalten.

Quelle: RP
 
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