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Xanten
Ereignisse und Geschichten aus Menzelen

Xanten. Der Verein für Geschichte und Brauchtum Menzelen hat sein Heimatheft Nummer 8 herausgegeben.

Der Verein für Geschichte und Brauchtum Menzelen hat sein neues Heft Nummer 8 mit Familiengeschichten aus Menzelen Ost und West erstmals beim Weihnachtsmarkt am Torenhof angeboten. Bereits eine stattliche Anzahl des Heftes wurde an den zwei Tagen dort verkauft.

Allen Liebhabern der Hefte, die noch keines erhalten haben, bietet der Verein die Möglichkeit, diese beim Vorsitzenden Dr. Robert Moog (Tel 02802 6635), bei Leo Raskopp (Tel. 02802 2481) oder bei Klaus Karmann (Tel. 02802 5633) zu bestellen und käuflich zu erwerben.

Der Inhalt des Heftes Nr. 8 handelt von folgenden Erzählungen: Dr. Rudolf van Nahl (1927 - 2015)schildert unter dem Titel "Von Bernshuck zum Bothenshoff" schildert Ereignisse und Geschichten aus seiner Kinderzeit, die er in Menzelen bei Besuchen der Großeltern erlebt und durch Erzählungen seines Vaters Theodor van Nahl (1901 - 1985) erfahren hat.

Dabei hat er Eigenarten und Redewendungen der Dorfbewohner gut beobachtet und beschrieben. So ist es interessant zu erfahren, wie und wo Feste gefeiert wurden und dass die "Gute Stube" nur ganz selten "geöffnet" wurde. Bei Besuchen der Verwandten in Bernshuck hatte es ihm besonders die Flöth angetan, wo er Fische fangen und Frösche beobachten konnte. Sein Vater war auch schriftstellerisch tätig. Aus dessen Buch "Gedanken und Gedichte im Abendrot" sind einzelne Verse, die besonders Menzelen betreffen, in das Heft aufgenommen worden. Dr. van Nahl führte mit seiner Ehefrau einen Verlag und brachte unter anderem 2013 beim ZDF in der Reihe "History" einen Beitrag über sein Heimatdorf.

Heinrich Baumgärtner (1925 - 2005), aufgewachsen auf dem Franzissenhof in Menzelen-West, erzählt unter der Überschrift "Das war - nicht ganz - mein Leben" ausführlich vom Familienleben auf einem Hof, der besonders durch eine erfolgreiche Pferdezucht - die legendäre Vollblutstute Bandola kam hier her - sehr bekannt geworden war. Über die Erfolge der Wunderstute wurde in Heft 2 ausführlich berichtet, so dass diesbezügliche Ausführungen in Heft 8 nicht voll übernommen worden sind.

Darüber hinaus hat Heinrich Baumgärtner auch interessant über Schul- und Kirchenbesuche und über seine Kriegserlebnisse berichtet. Er ist bereits als sehr junger Mann "eingezogen" worden, hat Kriegseinsätze und Gefangenschaft erlebt und bei der Heimkehr vom Tod seines Vaters erfahren müssen.

Lesenswert sind die Schilderung vom Wiederaufbau des elterlichen Hauses, das mit der Front abgebrannt war, und die Beschreibung des wirtschaftlichen Aufschwungs. Ferner kann man erfahren, wie damals Hochzeit gefeiert wurde.

Quelle: RP
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