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Xanten
Erste Häuser im Baugebiet Hochbruch

Xanten: Erste Häuser im Baugebiet Hochbruch
Von den Fortschritten im Neubaugebiet an der Landwehr überzeugte sich die CDU-Fraktion bei einem Ortstermin. FOTO: OO
Xanten. Die CDU-Fraktion war zu Gast in Xantens großem Neubaugebiet. 44 von 79 Grundstücken verkauft. Von Peter Kummer

Die inzwischen fünf aufgestellten Kräne signalisieren weithin sichtbar: Inzwischen tut sich Einiges im Neubaugebiet Landwehr/Hochbruch an der Sonsbecker Straße. Der erste Rohbau steht, anderswo sind die Bodenplatten gegossen. Das alles passierte innerhalb weniger Wochen. Von den 79 Grundstücken sind bereits 44 verkauft und für 22 liegen Reservierungen vor. Das sagte Dezernent Niklas Franke der CDU-Fraktion auf ihrer Fraktionssitzung vor Ort.

Der Baustart erfolgt trotz eines noch anhängigen, von Anliegern des angrenzenden Wohngebietes eingeleiteten Normenkontrollverfahrens. Sie befürchten durch die benachbarte Bebauung für ihre eigenen Grundstücke Beeinträchtigungen durch Regenwasser, das nicht mehr im Erdreich des Feldes versickern kann. Bis es zu einer gerichtlichen Entscheidung komme, könne es noch Jahre dauern, sagte Franke. Er verwies darauf, dass die Stadt den Bebauungsplan schon überarbeitet habe. Notfalls gebe es zudem ein Heilungsverfahren für etwaige Nachbesserungen.

Rund zwei Jahre dauerten die vorbereiteten Arbeiten, 2015 begann die Erschließung, so dass im April die ersten Fundamente gegossen werden konnten. Es sei gut gewesen, entgegen aller Einwände an dem Neubaugebiet festgehalten zu haben, betonte Fraktionsvorsitzender Pankraz Gasseling. "Das zeigt die gute Resonanz. Der Bedarf an Grundstücken ist da." Käufer seien Einheimische wie auch rückzugswillige ehemalige Xantener und Neubürger. Ein Teil der Käufer und Interessenten kommt aus den umliegenden Städten und Gemeinden.

Neben den klassischen Einfamilienhäusern sehen die Pläne den Bau von vier Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohnungen vor. Zwei Grundstücke sind für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Davon durchlaufe ein Grundstück derzeit das Genehmigungsverfahren, für das andere bestehe ein konkretes Interesse, erläuterte Franke.

Eine Besonderheit im Gebiet ist die Versorgung mit Nahwärme. Damit entfällt für die Hauseigentümer der Einbau einer eigenen Heizung. Ein Versorger liefert die Wärme aus Biogas direkt ins Haus. Das bedeute eine erhebliche Preissicherheit und die Wartungskosten für eine eigene Heizung entfielen, so Gasseling. Die Energiekosten seien zwar derzeit recht niedrig, aber auf mittlere und lange Sicht sei Nahwärme günstiger, prognostizierte Franke. Gasseling sprach sich auch für weitere Baugebiete aus. Aber größere zusammenhängende Areale seien in einem nahen Zeitraum zunächst nicht in Sicht. Eine der größten Planungen ist der dritte Abschnitt des Dombogens in Lüttingen. Dort muss die Stadt erst noch Grundstücke erwerben, bevor sie mit den Planungen beginnen will. Ansonsten gibt es im Stadtgebiet verteilt einzelne kleine Bauvorhaben.

Quelle: RP
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