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Unsere Woche
Es grünt so grün . . . in Xantens Wallanlagen

Xanten. Das dürfte ein Megaprojekt geben. Dank des kräftigen Zuschusses aus der Landeskasse werden sich Xantens Wallanlagen in den nächsten zwei Jahren in ein grünes Paradies verwandeln. Der Luftkurort Xanten bekommt so auch seinen Kurpark. Als Park der Begegnung soll er endlich auch den barrierefreien Zugang zu den Erholungsbereichen ermöglichen. Das dürfte das Stadtbild mitprägen und ein weiterer Qualitätssprung für die Stadt sein, zumal zeitgleich am Rande der Wallanlagen das neue Hotel entsteht.

Xanten bleibt in Bewegung, entwickelt sich weiter. Aber man darf auch die mahnenden Stimmen nicht einfach in den Wind schlagen. Die Finanzsituation muss im Auge behalten werden. Angesichts der Vielzahl von Projekten darf nun in nächster Zeit niemand versuchen, an der Steuerschraube zu drehen. Denn bevor mehr Einnahmen nötig sind, müssen dann doch zunächst die Ausgaben auf den Prüfstand gestellt werden. Ach ja: Und bevor tatsächlich in den Wällen kräftig umgegraben wird, bleibt noch abzuwarten, was die juristische Überprüfung von Peter Hilbigs Forderung, erst müsse der Hauptausschuss über diese Finanzfrage entscheiden, am Ende ergibt. Seine Argumentation klang schlüssig. Der Standpunkt von Verwaltung und der Ratsmehrheit, die Hauptausschussmitglieder seien doch sowieso alle auch im Rat, lässt ja grundsätzlich an der Notwendigkeit von Sitzungen des Gremiums zweifeln. Eine Entscheidung im Sinne der FBI würde das Projekt Kurpark zwar zeitlich zurückwerfen, könnet es aber am Ende nicht aufhalten.

Noch ein kurzer Blick zurück auf den Karneval. In Erinnerung dürfte der Altweibertag angesichts des folgenden Disputs zwischen Kreispolizei und Bürgermeister bleiben. Gut für Journalisten, unterhaltsam für die Bürger, in der Sache wenig hilfreich. Da scheint schon eher René Schneider auf dem rechten Weg zu sein, wenn er fordert, in Sachen Polizeiwache auch die Bürger direkt zu informieren. Am Ende gilt eben, was wir vergangene Woche an dieser Stelle zu einem anderen Thema sagten: Miteinander sprechen ist immer noch der einzige Weg, um zu Lösungen zu kommen.

Katerstimmung am Aschermittwoch in Rheinberg: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt muss sich von der Bezirksregierung Arnsberg belehren lassen, dass sie auch gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Stadt Rheinberg die Erlaubnis erteilt hat, im Feld "BarbaraGas" zu gewerblichen Zwecken nach Kohlenwasserstoffen zu suchen. Das umstrittene, dem Fracking ähnliche Verfahren soll kommen. Unsere Prognose: Das wird nicht ohne längeren Rechtsstreit entschieden werden.

Trotz alledem - genießen Sie Ihr Wochenende.

Dirk Möwius

DIRK.MOEWIUS@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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