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Sonsbeck
EU-Mittel für den neuen Skatepark

Sonsbeck: EU-Mittel für den neuen Skatepark
So oder so ähnlich könnte Sonsbecks Skatepark aussehen. Der Entwurf für die Betonlandschaft stammt aus dem Haus Maier Landschaftsarchitektur in Köln für den Sportpark Ingelheim am Rhein. FOTO: Maier Landschaftsarchitektur
Sonsbeck. Das Lieder-Programm könnte es möglich machen. 65 Prozent der Baukosten von gut 200.000 Euro fließen aus Brüssel. Nach einer ersten Besprechung mit Jugendlichen geht nun ein Kölner Landschaftsarchitektur-Büro an die Vorplanung. Von Peter Kummer

Europa kann es möglich machen: Kinder, Jugendliche und Junggebliebene - nicht nur aus Sonsbeck - dürfen sich auf einen neuen Skatepark freuen. Denn ohne einen hohen Zuschuss aus dem EU-Topf mit dem Namen Leader wäre das Projekt, das über die Gemeindegrenzen hinweg in die Region ausstrahlen würde, kaum zu finanzieren. Immerhin veranschlagt Bürgermeister Heiko Schmidt die Gesamtkosten hierfür auf rund 200.000 Euro. Davon könnte Leader bis zu 65 Prozent übernehmen, erläuterte der Bürgermeister im Forum der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule. Skater, Scooter, BMX-Fahrer, Blader und was sonst noch an Sportlern zwischen Half-Pipe, Box und Curb hin- und herwirbelt, waren dorthin eingeladen worden, um ihre Vorstellungen und Wünsche an eine neue Anlage vorzubringen.

Denn das neue Angebot soll nicht von der Stange kommen, sondern möglichst passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Darum ist landauf, landab jede Anlage anders konzipiert. Darum gleicht keine der anderen. Entwickelt und umgesetzt wird sie vom Landschaftsarchitekten Ralf Maier.

Sonsbeck verfügt bereits über eine Skateranlage. Doch die ist längst in die Jahre gekommen und entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein solches Freizeitangebot. Dazu besteht sie aus Stahl, während moderne Außenangebote heute vielfach aus Beton modelliert sind.

Vor rund sieben, acht Jahren scheiterte ein erster Versuch für eine neue Anlage. Doch mit Leader öffnen sich nun neue Perspektiven. Diese EU-Initiative will das Leben im ländlichen Raum attraktiv gestalten und fördern. Hierfür sind die Bewohner ausdrücklich zur Mitarbeit aufgerufen. Sie sollen ihre Wünsche äußern.

Das erhoffen sich Schmidt und Maier nun auch für die künftige Sonsbecker Anlage. "Es ist eurer Skatepark, nicht meiner", betonte der Landschaftsarchitekt. "Ich werde versuchen, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu kriegen. Alle sollen sich wiederfinden."

Der Kölner Diplom-Ingenieur will also bei seiner Konzeption flexibel sein. Aber eine Leitplanke ist vorab schon mal eingezogen. Die Anlage soll im Zuge der Inklusion barrierefrei sein, damit auch Menschen mit Handicap sie nutzen können. Das ist eine wesentliche Forderung von Leader.

In einigen Wochen soll ein weiteres Treffen zu diesem Projekt stattfinden. Dann will Ralf Maier auch schon mal ein erstes Konzept vorstellen. Bis zur Realisierung wird es aber noch dauern. Denn erst wenn die Planung mit den verschiedenen Geräten vorliegt, können die nächsten bürokratischen Schritte gegangen werden. Die genauen Kosten sind zu ermitteln, der Rat muss entscheiden, Anträge müssen gestellt und die Anlage muss ausgeschrieben werden. Baustart könnte, wenn alles gut läuft, im Herbst sein.

Quelle: RP
 
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