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Xanten
"Eule" Anne Winnekens erzählt Geschichten vom Dom

Xanten. Die Frauen der kfd St. Viktor Xanten lästern in der Bütt über die Großgemeinde und die Politik in der Stadt. Von Erwin Kohl

Alle zwei Jahre tauschen die Frauen der kfd St. Viktor Xanten die Theaterbühne gegen die Bütt. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. In der Michaelskapelle präsentierten Claudia Schibgilla, Lydia Biesemann, Ulla van den Berg, Ingrid Greupner, Ulla Derksen, Bärbel Ricken und Anne Winnekens den 200 Närrinnen an zwei Nachmittagen ein buntes und vor allem selbst gemachtes Bühnenprogramm. Für die närrische Ausstaffierung der Kapelle haben zahlreiche kfd-Mitglieder bereits seit den frühen Morgenstunden gesorgt. Da war gute Laune programmiert: Bei Berlinern, Schnittchen und süffiger Pfirsichbowle wurde herzhaft gelacht und geschunkelt. Die einzigen Männer, die dabei sein durften, waren Pfarrer Viktor Roeloffs, Pater Espacia, Prof. Dr. Josef Hochstaffl und natürlich Propst Klaus Wittke.

Der bekam von "Eule" Anne Winnekens gleich zu Beginn sein Fett weg: "Unser Propst hat sich darüber beklagt, mit sieben Gemeinden zu viel um die Ohren zu haben. Dabei muss ein Propst wie ein Stuhl sein, er muss mit jedem Arsch zurechtkommen." Sketche, Büttenreden und Musikdarbietungen widmeten sich überwiegend dem lokalen Geschehen. "Alles, was rund um den Dom passiert, ziehen wir durch den Kakao", erklärte Uschi Greef.

Und so widmete sich Anne Winnekens neben kirchlichen Angelegenheiten auch ganz profanen Dingen wie dem Leben zwischen Baustellen: "In dieser Stadt, ganz ehrlich, leben Fahrradfahrer recht gefährlich. Ist auf der Bahnhofstraße noch alles im Lot, biste auf der Sonsbecker schon halb tot."

Höchstleistung wurde den Lachmuskeln auch bei den musikalischen Einlagen abverlangt. So parodierten die kfd-Mitglieder gemeinsam in Frack, Zylinder und mit Samthandschuhen den Heintje-Titel "Mutter, unterm Dach ham's a Nesterl gebaut." Mit pulvertrockenen Gesten stellten sie den Text bildlich dar und heimsten dafür die erste Rakete ein. Das närrische Geschoss gab es später noch einmal für die Darbietung "Marionetten", bei der die Damen im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen ließen.

Frei nach dem Motto "Eine volle Flasche brauchst du immer in der Tasche" berichtete Stadtstreicherin Ulla van den Berg aus ihrem Alltag. In dem sorgt Freundin "Klara Korn" des Öfteren für Komplikationen, oder wie die Rednerin es ausdrückt: "Manchmal kommt das linke Bein früher als das rechte heim."

Die kfd-Frauen als reife Früchte im "Pflaumenbaum", eine denkwürdige Hongkongreise von Claudia Schibgilla und ein "Tolles Lied vom Alkohol" zum Mitsingen rundeten ein gelungenes Programm ab.

Quelle: RP
 
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