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Sonsbeck
Fachthemen und Austausch beim Forum Landwirtschaft

Sonsbeck: Fachthemen und Austausch beim Forum Landwirtschaft
Andreas Quiring, Geschäftsführer der Andreas Hermes Akademie, Agrarexpertin Sonja Schürmann von der DZ-Bank AG, und Wolfgang van Bebber, Leiter Firmenkundenbetreuung Volksbank Niederrhein. FOTO: Volksbank
Sonsbeck. Bereits zum 6. Mal hatte die Volksbank Niederrhein zum "Forum Landwirtschaft" in das Sonsbecker Waldrestaurant Höfer eingeladen. Die herausragende Resonanz aus den Vorjahren zeige, so der Bereichsleiter Firmenkunden Wolfgang van Bebber bei seiner Begrüßung der über 130 Landwirte, dass sich das "Forum Landwirtschaft" als alljährlicher Treffpunkt etabliert habe. Dabei steht neben aktuellen landwirtschaftlichen Fachthemen der Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer im Vordergrund. "Landwirt zu sein bedeutet, sich täglich neuen Aufgaben und permanent neue Qualitätsanforderungen zu stellen", betonte van Bebber.

Die Landwirtschaft habe nach wie vor eine sehr große Bedeutung für die Genossenschaftsbanken - das zeige sich vor allem an dem hohen Marktanteil im Agrar-Kreditbereich ", so die Referentin und Agrarexpertin Sonja Schürmann von der DZ-Bank AG. Über 50 Prozent aller Agrarkredite würden über die genossenschaftliche Finanzgruppe zur Verfügung gestellt. Schürmann: "Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen und zwingt immer mehr bäuerliche Betriebe, ihre Profitabilität zu überdenken". Die angespannte Liquiditätssituation, der gestiegene Fremdkapitalanteil und der höhere Finanzierungsbedarf seien nur einige Folgen der aktuellen Entwicklung. Der anhaltende Strukturwandel hatte bislang dazu geführt, dass NRW-weit rund 1900 Milchviehhalter ihre Betriebe aufgeben mussten. Es sei zu befürchten, dass sich dieser Trend, hauptsächlich bei Betrieben mit Beständen unter 50 Tieren, weiter fortsetze. Sonja Schürmann betonte aber auch, dass der globale Schweinefleischmarkt für deutsche Landwirte immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich die Erzeuger erfolgreich zu Global Playern entwickelt haben. Alleine im Kreis Wesel gibt es 156 Betriebe, die Ende 2016 insgesamt rund 111.000 Schweine hielten.

Wie eine optimale Vorbereitung bei der Hofübernahme aussieht und diese dann erfolgreiche Früchte trägt, zeigte Dr. Andreas Quiring, Geschäftsführer der Andreas Hermes Akademie, in seinem Vortrag auf. Als Fachgebiets- und Referatsleiter bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und beim Deutschen Bauernverband ist er ein anerkannter Fachmann rund um die aktuellen Themen der Landwirtschaft.

Der Agrarexperte sprach aus Erfahrung heraus, dass sich Hofnachfolger mit ihrer Aufgabe nicht leicht tun. Oft kommen dazu die ambitionierten Erwartungen der Eltern, es mindestens so weit zu bringen, wie sie selbst. Aber: Je besser die Betriebe dastünden, umso geringer seien die Freiräume für Nachfolger. Zum einen führe eine Ablehnung der Hofübernahme aufgrund des Erbrechts zu finanziellen Nachteilen. Zum anderen falle es nicht leicht, eine bislang erfolgreiche Betriebsausrichtung aufgrund eigener Ideen zu ändern oder gar in Frage zu stellen. Deswegen rät Quiring bereits in den ersten Gesprächen zur Hofübernahme die Vor- und Nachteile im Familienkreis offen anzusprechen.

Quelle: RP
 
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