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Sonsbeck
FDP warnt: "Es brodelt in Sonsbeck"

Sonsbeck. Der Umgang mit den Folgen des Unwetters sei für die Bürger enttäuschend. Von Dirk Möwius

"Es brodelt in Sonsbeck." Die Mitglieder der FDP-Fraktion sind davon überzeugt, dass der Umgang der Gemeindeverwaltung mit den Folgen der Unwetter für die Betroffenen enttäuschend ist. Tiefpunkt sei dabei die vergangene Ratssitzung gewesen, in der die vielen Bürger erst nach Stunden zu Wort kamen. Die FDP, das machten im Gespräch mit unserer Redaktion Ratsmitglieder und sachkundige Bürger gemeinsam klar, wird nicht zulassen, dass das Thema auf die lange Bank geschoben wird. "Sonsbeck muss jetzt handeln, um seine Bürger vor dem nächsten Unwetter zu schützen", so Fraktionsvorsitzender Jürgen Kühne.

Was der richtige Weg wäre, ist aus Sicht der Liberalen klar. Sie hatten gemeinsam mit den Grünen beantragt, eine Arbeitsgruppe einzurichten. Politik, Verwaltung und externe Fachleute hätten dort gemeinsam in eiern sachlichen Analyse die Schwachpunkte herausfinden können, um daraus Maßnahmen abzuleiten. Ganz wichtiger Ansatz war, die Bürger daran zu beteiligen. Renate Heursen-Janßen: "Die Anwohner beobachten oft Details, die Ingenieure und Fachleute, die beim Unwetter dort nicht vor Ort waren, gar nicht kennen." Doch der Antrag fand im Rat keine Zustimmung, ist also politisch vom Tisch. Stattdessen soll das Thema in den verschiedenen Fachausschüssen behandelt werden, was Ralf van Stephaudt für den falschen Weg hält. Es wäre doch besser, die Problematik ganzheitlich anzugehen, statt je nach Zuständigkeit immer nur einen Teilaspekt zu diskutieren.

Wichtig wäre der FDP eine Bürgerversammlung. Kühne: "Es geht darum, wieder vertrauen zu schaffen." Die Sorgen der Bürger müssten ernst genommen werden, zumal es bei der Fehleranalyse auch um Haftungsfragen gehen könnte.

So sehr die Liberalen auch betonen, dass es ihnen um Sachlichkeit und nicht um Angriffe geht, einer ist ihnen ein Dorn im Auge: Bürgermeister Heiko Schmidt. Der habe zwar im Sommerinterview Sofortmaßnahmen angekündigt, aber das sei nur wie ein "Trostpflaster". Sie werfen dem Verwaltungschef vor, beim Umgang mit dem Antrag den Eindruck erweckt zu haben, er wisse seine Fraktion hinter sich und daher würden ihn die anderen nicht interessieren. Auf Nachfrage versichert Kühne, dieses Bild verstärke sich in den vergangenen Monaten.

Würde die FDP für Maßnahmen auch höhere Steuern oder Gebühren in Kauf nehmen? Der Bürger würde Verständnis haben, wenn er wisse, wofür investiert wird. Zudem könne man aber auch ein paar Luxusprojekte aufgeben oder später verwirklichen.

Quelle: RP
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