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Xanten
Fehlalarm am Dom sorgt für Großeinsatz

Xanten. Ein Anwohner der Straße am Westwall hatte angeblich Rauch gesichtet. Daraufhin setzten sich am Dienstag 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Xanten und Alpen in Bewegung. Nach etwa 40 Minuten brach Markus Windhuis ab. Am Nachmittag sorgte ein weiterer Fehlalarm in der Nähe des Krankenhauses für Aufruhr. Von Julia Lörcks

Heller Aufruhr im Herzen der Stadt Xanten: Gestern um exakt 12.57 Uhr alarmierte ein Anwohner der Straße am Westwall die Feuerwehr. Er hatte angeblich Rauch am und über dem St.-Viktor-Dom gesehen. Daraufhin setzten sich zahlreiche Einsatzkräfte in Bewegung. Genauer gesagt waren innerhalb weniger Minuten 30 Feuerwehrmänner und -frauen aus Xanten-Stadtmitte, Birten, Lüttingen und Wardt sowie die Kollegen aus Alpen im Kapitel. 40 Minuten später gab Feuerwehrchef Markus Windhuis Entwarnung. "Abbruch", sagte er um 13.35 Uhr. Am Nachmittag sorgte eine weiterer Fehlalarm in der Nähe des Xantener Krankenhauses für einen zweiten Großeinsatz. Auch dort gab es kurze Zeit später Entwarnung - technischer Defekt.

Bei einem Brand im Dom oder im Krankenhaus ist die Feuerwehr Xanten in höchster Alarmbereitschaft. Die Stiftskirche ist schließlich das höchste Bauwerk der Stadt. Laut Brandschutzbedarfsplan handelt es sich zudem um einen Risiko-Bereich. Das sind Areale, die entweder eine große Gefahr darstellen, wenn sie brennen - zum Beispiel Gewerbegebiete mit Störfallbetrieben - oder aber Areale, in denen viele Menschen betroffen und/oder die schwer zu erreichen sind. Das ist beim Viktor-Dom in Xanten der Fall. Beim Hospital St. Josef ebenso.

Dementsprechend groß war das öffentliche Interesse am Dom. Hunderte Schülerinnen der Marienschule sowie des Berufskollegs Placidahaus versammelten sich auf dem Domvorplatz und schauten zu, wie die Feuerwehr mit der Drehleiter die Türme erkundete. Besucher und Geschäftsleute der Innenstadt strömten durchs Michaelstor und sahen, wie vier Feuerwehrleute mit Pressluftatmern den Dom betraten. "Wir haben zuerst das Mittelschiff und dann noch einmal die beiden Türme von innen erkundet", berichtete Windhuis auf Anfrage unserer Redaktion.

Manche wurden aber auch vom Einsatz der Feuerwehr regelrecht überrascht. So zum Beispiel Tobias Faasen. Der Verwaltungsreferent der Propsteigemeinde befand sich in Marienbaum, als er eine Nachricht auf sein Handy erhielt und daraufhin sofort nach Xanten eilte. Küster Bruno Müller aß gerade zu Mittag und kehrte zum Dom zurück. Und auch Johannes Schubert von der Dombauhütte war vor Ort. Er konnte sich den gestrigen Fehlalarm übrigens nicht erklären: "Unsere Bewegungsmeldeanlage hat nicht angeschlagen." Auch habe es keine Arbeiten am Dom, die eventuell Staub oder Ähnliches aufgewirbelt hätten, gegeben.

Quelle: RP
 
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