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Xanten
Felix Meißner ist der beste Dachdeckermeister im Land

Xanten. Als Jahresmeister wurde der Xantener in Düsseldorf ausgezeichnet. Er hat eine eigene Firma.

Handwerk hat goldenen Boden, heißt es. Felix Meißner ist einer, der es wissen muss - und der in seinem Handwerk so gut ist, dass er in Düsseldorf als Jahresbestmeister bei den Dachdeckern ausgezeichnet wurde. Glückwünsche gab es für den jungen Meister auch von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die bei der Veranstaltung die Festrede gehalten hat. Dabei hatte er nach dem Fachabitur an der Höheren Handelsschule in Moers eigentlich ganz anderes im Sinn, als er eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann begann und zweieinhalb Jahre im Außendienst einer Versicherung arbeitete. Als Alternative wäre auch ein Studium in Frage gekommen. Aber es kam alles anders, und das ist gut so. Denn die beste Versicherung für beruflichen Erfolg ist für Felix Meißner im Rückblick der Meisterbrief.

Die Leidenschaft fürs Handwerk entdeckte er durch die Zusammenarbeit mit einem Bauunternehmen. Drei Jahre lang arbeitete er als selbstständiger Kleinunternehmer und führte Hilfsarbeiten in vielen Gewerken aus. Aber vielleicht war ihm das Handwerkliche ja auch in die Wiege gelegt? Sein Vater ist nämlich Elektromeister, sein Cousin war auch Dachdeckermeister.

Bei einem Betrieb in Büderich machte er von 2012 bis 2014 seine Dachdeckerlehre. Am Dachdeckerhandwerk gefällt ihm die abwechslungsreiche Tätigkeit. "Man hat es mit verschiedenen Dacharten und Fassaden zu tun. Und darüber hinaus unterstützen wir Dachdecker auch die Energiewende, indem wir Solar- und Photovoltaikmodule montieren", sagt er.

Nach der Lehre meldete sich der 33-Jährige, der übrigens auch recht treffsicher ist und vor zwei Jahren König bei der Schützengesellschaft in Xanten war, zur Meisterfortbildung an, die er in der Tagesschule in Moers absolvierte. Als Meisterstück musste er eine eingebundene Kehle aus Biberschwanzziegeln herstellen. Im schriftlichen Teil der Prüfung bekam er die Note sehr gut.

2015 gründete er am 10. August mit "seinem besten Kumpel aus Kindertagen", Damian Franzki, der seine Dachdeckerlehre im Betrieb des Cousins gemacht hat und der 2013 auch Felix' Trauzeuge war, das Unternehmen "FEDA Bedachungen". Der Name leitet sich aus den beiden ersten Buchstaben der Vornamen der Inhaber ab. "Der Betrieb läuft gut, wir haben gut zu tun, die Auftragsbücher sind voll", sagt der 33-Jährige. Durch die Meisterschule findet er sich gut vorbereitet auf die Selbstständigkeit. "Die Dozenten in Moers waren gut. Herr Baum wird große Fußstapfen hinterlassen, der war mit Herzblut dabei," sagt er anerkennend. Aber er hat auch einen Verbesserungsvorschlag: Der Lehrstoff zur Energiewende könnte ruhig etwas mehr sein, findet er.

(jas)
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