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Sonsbeck
Ferienspaß macht Station im Schützenhaus

Sonsbeck: Ferienspaß macht Station im Schützenhaus
Konzentriert zielen Henrik, 13 Jahre alt, Marcel (15), Jan Beckmann (16) und Jugendtrainer Michael Schmidt mit dem Lasergewehr im KK-Schützenhaus. FOTO: Olaf Ostermann
Sonsbeck. Die Kleinkaliber Sportschützen Sonsbeck 1958 beteiligen sich seit vielen Jahren mit dem Schnuppernachmittag am Ferienprogramm. Von Rita Hansen

Aufgeregt flitzen Amy und Nick herum. Wie Lars und Celine warten sie auf die Bereitstellung des Lasergewehres, mit dem sie auf die Ringe der Schusskarte zielen wollen. Doch die Technik läuft noch nicht. Während die Jüngeren sich noch ein wenig gedulden müssen, können sich Hendrik (13) und Marcel (15) bereits einschießen. Ab zwölf Jahren dürfen die Jungen und Mädchen mit dem Luftgewehr schießen. Hendrik war auch im vergangenen Jahr bei dem Ferienangebot des Vereins dabei. Die Kleinkaliber Sportschützen Sonsbeck 1958 beteiligen sich seit vielen Jahren mit einem Schnuppernachmittag am Sonsbecker Ferienspaß. Jugendwart Michael Schmidt kam damals selber durch ein "Trimm-dich"-Angebot zu den Sportschützen - und blieb. "Schießen ist reine Kopfsache. Und natürlich Technik", erklärt er. Neben der Konzentration sei es vor allen Dingen der Kampf gegen sich selber, der den Sport ausmache. "Man braucht viel Disziplin." Jan (16) ist seit drei Jahren Mitglied der Jugendabteilung. Heute hilft er bei der Betreuung der Ferienspaßkinder. "Es ist die Herausforderung, immer besser zu werden und die Konzentration über anderthalb Stunden aufrecht zu erhalten", beschreibt er, was sein Hobby neben dem Vereinsleben für ihn so attraktiv macht.

Dass Sportschießen viel mehr als bloßes Abdrücken ist, merken auch Hendrik und Marcel schnell. Nachdem sie unter Anleitung ihrer Betreuer, Frank Ingenbold und Fritz Scharf, bisher aufgelegt geschossen und mehrfach die "Zehn" getroffen haben, möchten sie es jetzt freistehend versuchen. Dazu gehört neben dem Handschuh, der für einen besseren Halt der Waffe sorgt, das richtige Einjustieren des Körpers. Die Atemtechnik ist ebenso wichtig wie der richtige Stand. "Du stehst wie ein Wilddieb." Schmunzelnd korrigiert Fritz Scharf Hendriks Haltung, zeigt ihm wo der Ellbogen an der Hüfte und das Gewehr in der Schulterbeuge aufliegen soll. Dann heißt es durchatmen, "mit dem Gewehr ins Ziel gehen, Ziel erfassen, ausatmen. Luft anhalten, den Druckpunkt nehmen, den Schuss auslösen und nachzielen. Erst dann wird das Gewehr in Ruhe abgelegt", hat der Jugendwart zuvor erklärt. Noch deutlicher als die Technik vermitteln die Vereinsmitglieder den jungen Gästen die Sicherheitsvorschriften. "Sicherheit kommt vor allem!", sagt Michael Schmidt. Marcel schaut Hendrik bei seinen ersten freistehenden Schüssen zu. "Es sieht aus, als ob du gar nicht wackelst", stellt er bewundernd fest, bevor er es selber ausprobiert. Zwei Bahnen weiter versuchen die Jüngeren ihr Glück. Lars ist bereits im dritten Jahr dabei. "Er fragt schon immer zu Beginn der Ferien, wann wieder Schießen ist", verrät seine Mutter. Ihr Sohn hat keine Zeit mehr für Fragen. Er konzentriert sich auf den nächsten Schuss.

"Sportschießen ist ein Sport, den man das ganze Leben machen kann", erklärt Michael Schmidt. Zwischen (circa) acht und zwölf Jahren schießen die Kinder mit dem Lasergewehr. Danach wird mit dem Luftgewehr geschossen. Ab dem 45. Lebensjahr darf aufgelegt geschossen werden, ab 70 auch im Sitzen. Probieren kann man es beim "Jedermann-Training" freitags, 20 bis 22 Uhr oder als Kind und Jugendlicher beim Jugendtraining dienstags, 18 bis 20 Uhr im KK-Schützenhaus, Parkstraße 6.

Quelle: RP
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