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Xanten
Feuerwehr kennt keine Nachwuchssorgen

Xanten: Feuerwehr kennt keine Nachwuchssorgen
Faszination Feuerwehrauto: Der kleine Pirat Dominik hat die Technik auf dem Drehleiterwagen voll im Griff. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Jugendfeuerwehr nutzte Fest zum 100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Menzelen, um die Werbetrommel zur rühren. Von Erwin Kohl

Die Freiwillige Feuerwehr Menzelen hat rund um im ihr Gerätehaus an der Neuen Straße 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Zahlreiche Vertreter von örtlichen Vereinen und aus der Politik waren schon beim morgendlichen Gottesdienst in der Fahrzeughalle zu Gast, den der örtliche Gospelchor Confidence musikalisch begleitete.

Die weiteste Anreise hatten wohl die Kameradinnen und Kameraden der befreundeten Löschgruppe Sietzing aus der ostdeutschen Gemeinde Letschin. Die bedankten sich für die Einladung mit einem Präsentkorb samt einem "wertvollen" Miniatur-Löschfahrzeug.

Grillwürstchen und kalte Getränke, das Spielmobil des Kreises Wesel, eine Kinderschmink-Aktion und eine Hüpfburg sowie die Ausstellung der Einsatzfahrzeuge machten die Feier zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Und Action gab es auch: In einem Container simulierten die Wehrkräfte einen Wohnungsbrand - vom ersten Signal durch den Brandmelder bis zum vollständigen Löschen des Feuers. Daneben informierten und warben die Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr um Unterstützung.

Der Nachwuchs ist der ganze Stolz der Alpener Wehr. Denn rund 80 Prozent der heutigen Einsatzkräfte sind schon seit dem Teenageralter dabei. "Wenn ich sehe, dass eine Stadt wie Krefeld kaum mehr Jugendliche in der Feuerwehr hat als Alpen, können wir richtig stolz sein", sagte Bürgermeister Thomas Ahls. Er hob die Einstellung und den Einsatzwillen der Alpener Feuerwehrkräfte besonders hervor. "Daran hat sich in den hundert Jahren nichts geändert. Wir sind wirklich dankbar und froh, Sie zu haben", bekannte der Verwaltungschef.

Den Menzelner Kameraden gab er das Versprechen mit auf den Weg, dass Rat und Verwaltung auch in Zukunft für die bestmögliche technische Ausstattung der Wehr sorgen wollen. Als Dankeschön überreichte Thomas Ahls der Einsatzleitung einen Scheck von der Annemarie-Mäckler-Stiftung in Höhe von 250 Euro.

Anerkennung fand der unermüdliche Einsatz der ehrenamtlich tätigen Wehrleute auch in der Landeshauptstadt: Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen (Hamminkeln) übergab eine von Innenminister Ralf Jäger unterschriebene Ehrenurkunde an Löschgruppenführer Christian Görtz sowie den Leiter der Alpener Feuerwehr, Michael Hartjes. Zurmühlen hofft, dass junge Kräfte auch in Zukunft den Fortbestand der Alpener Wehr garantieren.

Aktuell scheinen Nachwuchssorgen unbegründet, auch weil Fabian Lamers am Infostand der Jugendfeuerwehr kräftig die Werbetrommel rührte: "Kameradschaft und Teamgeist sind einfach klasse. Der Einsatz für die Feuerwehr ist besser als vorm Computer zu sitzen."

Ortsvorsteher Edgar Giesen hob als markantesten Punkt in der 100-jährigen Geschichte die Fertigstellung des Gerätehauses an der Neuen Straße in 2007 hervor: "Damit entwickelt sich dieser Standort zum neuen Mittelpunkt Menzelens."

Quelle: RP
 
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