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Sonsbeck
Freibier, Rock und familiäre Stimmung beim "Rock am Dick"

Sonsbeck: Freibier, Rock und familiäre Stimmung beim "Rock am Dick"
Die Konzertbesucher schätzen die entspannte Atmosphäre. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Der Sonsbecker "Rock am Dick" bot auch im vierzehnten Jahr eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Sounds - und eine ganz besondere Atmosphäre. Einst von Schulfreunden gegründet hat sich das Festival gut entwickelt. Von Alexander Floré-Albrecht

Nach und nach strömten die rund 1000 "Dick"-Fans auf das idyllisch gelegene Wiesengelände am Heideweg . Die Geldernerin Elena Goldstein traf sich zum Beispiel vor dem Eingang mit ihrer Whats-app-Gruppe, die sich zu dem Tag verabredet hatte. "Die Leute, die Stimmung, die Musik", fasste die 40-jährige zusammen, was das Festival für sie ausmacht. "Das ist teilweise nicht meine Musik, mit Heavy Metal und so, aber die Atmosphäre ist einfach megageil", sagte der Berliner Damian Hetzig, der bereits vor zwei Jahren hier getanzt hatte und begeistert war.

Für Daniel Lautenschlager hatte die Veranstaltung Tradition. "Man kann kommen, wie man aussieht, egal wie alt, es wird gemacht von Leuten, die das gerne tun, und man trifft Leute, die man das Jahr über nicht sieht." Es sei "einfach familiär", fand die Geldernerin Patricia Preußner. "Und man sieht Bands, die man hier so noch nicht gehört hat", so Lisa Pollmann aus Ginderich.

Die Xantener Band Allgemeines Denkvermögen (ADV) gab auf der Bühne ordentlich Gas. FOTO: Armin Fischer

Vor 14 Jahren hatte Hendrik Niederholz von der Allgemeinen Konzertorganisation Sonsbeck (ALKO SBK) mit ein paar Realschul-Kumpels mit einem einfachen Hänger, ein paar Boxen und viel Herz das Event begründet. "Das hat sich richtig gut weiterentwickelt und ist auf einem hohen Niveau stehengeblieben. Das Publikum ist mit uns mitgewachsen - und auch viele Junge freuen sich, auf dem RaD mit dabei zu sein." Das liege unter anderem an der friedfertigen Stimmung der Leute, die einfach nur feiern wollten, den Familienmitgliedern hinter dem "Pommes-Panzer" und der Freibier-Theke. "Hier ist echt Friede, Freude, Eierkuchen - die Polizei sagt jedes Mal, da sei jede Kirmes schlimmer."

Für den ungewöhnlichen Einstieg als lokaler "special guest" sorgte die Xantener Deathmetalband "GoddlessMe" mit brachialer Rifflautsärke und Drumpower. "Der Bühnensoud war glasklar und differenziert für so ´ne heftige Musik", sagte Sänger Sven Reinders vollauf zufrieden.

Mit der Eindhovener Band "Sheverine" folgte die erste große Überraschung. Die blutjunge Combo mit dem charismatischen Sänger James van Balkon, der erst 17-jährigen Powerdrummerin Sophie Engels und einem Jon-Lord-ähnlichen Hammond-Sound führte Elemente von Deep Purple, Led Zeppelin, Pink Floyd und Britpop zu einem faszinierend-eigenständigen Stil zusammen. "Das ist toll", sagte "Pümpel", Drummer der Punkrockformation "Allgemeines Denkvermögen" aus Rheinberg und Alpen, während er das Spiel der Kollegen verfolgte. Seine Band brachte danach geballte Energie auf die Bühne.

Zwischenzeitlich sorgte das DJ-Duo Robert Rosenau und Roman Sebilski von "Goodboy Soundsystem" als eigenes Programmelement für ausgelassene Partystimmung. So ging´s dann auch mit der Kölner Ska-Formation The Slapstickers weiter, ehe das dänische Trio The Movement mit irrwitzig-heftigem Speed-Mod-Rock das Publikum endgültig in Tanzekstase versetzte - begleitet von einem kleiner Feuerwerk zum Finale.

Die Krone setzte dem Ganzen die niederländische Ska-Ikone Mark Foggo mit seinen Skasters auf, deren melodischer Beat keinen mehr auf dem Platz kalt ließ. Abgerundet wurde der Konzerttag von "Lifesafer" mit ihrer eigenen Melange aus Pop-Punk und Hardcore. Und Sonja Petrikowsi vom ALKO SBK drückte das aus, was sich viele für das Festival wünschen: "Ich hoffe, es wird nie enden."

Quelle: RP
 
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