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Sonsbeck
Freileitung verschwindet: Westnetz legt Stromkabel in die Erde

Sonsbeck. Um die Stromversorgung zu modernisieren, verlegt die Westnetz GmbH von der nächsten Woche an in der Gemeinde Sonsbeck am Wildpaßweg, Oelgarten und der Sonsbecker Ley rund 3,8 Kilometer Stromkabel in die Erde. Die dort bestehende 1,4 Kilometer lange Freileitung wird zurückgebaut. Zudem erneuert Westnetz die Ortsnetz-Stationen. Zusätzlich wird eine A-Mast-Station in der Achterhoeker Straße abgebaut und durch eine Kompaktstation im Oelgarten ersetzt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember. Insgesamt investiert Westnetz rund 140.000 Euro für zukunftssichere Versorgung der Grünen Perle.

Es werden zwei Kabelsysteme mit je einem Durchmesser von rund 15 Zentimetern in die Erde gelegt. Damit wird die bisherige Leistungsfähigkeit dieser Verbindung vervielfacht. Die neuen Kabel sichern die Stromversorgung in Sonsbeck und ermöglichen die Aufnahme des hier erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen. Bei der Verlegung der Mittelspannungskabel legt die Westnetz immer ein Leerrohr mit, das perspektivisch auch das Einblasen von Glasfaser ermöglicht.

"Die gesamte Maßnahme bietet viele Vorteile für die Sonsbecker Bürger", sagt Alexander Schneider, Leiter der Netzplanung bei Westnetz in Wesel. "Mit den leistungsstärkeren Kabeln machen wir das Netz fit für die Zukunft", so Schneider weiter. Der Austausch von Freileitungen durch Erdkabel erhöhe zudem die Versorgungssicherheit. Denn Erdkabel seien nicht so störanfällig gegen Witterungseinflüsse wie Freileitungen.

Die geplante Kabeltrasse wird an Wirtschaftswegen und landwirtschaftlichen Flächen vorbei angelegt. In Teilbereichen, wo Bäume und fließende Gewässer im Wege sind, geht's im sogenannten Spülbohrverfahren weiter. Dabei schiebt eine Spülbohranlage den Bohrer durch ein Einstiegsloch in der Erde nach vorn. Das Bohrgestänge wird dann Stück für Stück verlängert. Damit das Gestänge geschmeidig den Boden durchdringt und die verdrängte Erde ausspült, wird eine spezielle Bohrflüssigkeit aus Ton und Wasser mit eingeführt. Ein Arbeiter unterstützt den Spülbohrfahrer mit einem Ortungsgerät, damit das Bohrgestänge nicht von der vorgesehenen Strecke abweicht. Nach erfolgreicher Bohrung wird auf der gesamten Länge die neue Stromleitung eingezogen. So können die Kabel unter der Vegetation oder unter Einfahrten problemlos verlegt werden.

Sollte es während der Bauzeit zu Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs oder zu Lärmbelästigungen kommen, bittet Westnetz um Verständnis.

Quelle: RP
 
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