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Bewegen hilft
Für guten Zweck an einem Strang ziehen

Bewegen hilft: Für guten Zweck an einem Strang ziehen
Volksbank-Chef Guido Lohmann (vorn links) und Radiomoderator Marc Torke zogen zum Auftakt der Aktion mit Unterstützung den mit Kindern besetzten Nibelungen-Express. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Mit Radio-Moderator Marc Torke eröffnete Initiator Guido Lohmann gestern auf Xantens Marktplatz die dritte Auflage der Charity-Aktion "Bewegen hilft". Von Erwin Kohl

 Ein Duell Mensch gegen Maschine - das gab es gestern bei der Auftaktveranstaltung der Charity-Aktion "Bewegen hilft" in Xanten. Radiomoderator Marc Torke und und Volksbank-Chef Guido Lohmann hatten sich vorgenommen, den aus drei Abteilen bestehenden Nibelungenexpress an einem Seil über den Marktplatz zu ziehen.

Sieben Tonnen Eisen und Stahl sind schon eine Hausnummer. Den Männern mit dem großen B für "Bewegen" auf dem "Superman-Shirt" war das aber nicht genug, und so nahmen mit der U11 Mädchenmannschaft und den F-Junioren des SV Birten sowie der Kindergarde der Xantener Karnevalsgesellschaft 48 Kinder in der "Bimmelbahn" Platz. Und die machten Guido Lohmann und Marc Torke am Seil mit lauten "Ziehen, ziehen" Rufen sofort klar, worauf es ankommt. Nach gut zehn Metern stand den Herausforderern der Schweiß auf der Stirn und sie baten das Publikum um Unterstützung. Für den guten Zweck zogen dann alle an einem Strang.

Acht Kommunen vom Niederrhein mit ihren Bürgermeistern sorgen bei der Aktion "Bewegen hilft" mit mehr als 2000 sportlich Aktiven dafür, dass Menschen in Not Hilfe bekommen. "Es handelt sich längst um die größte Charity-Aktion am gesamten Niederrhein", erklärt Guido Lohmann stolz. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank hat die Messlatte hoch angelegt: "Wir haben in den ersten beiden Jahren 64 000 Euro gesammelt, in diesem Jahr wollen wir die Spendensumme auf mehr als 100 00 Euro schrauben." Lohmann selber hat sich vorgenommen, in den kommenden vier Wochen mindestens 250 Kilometer auf dem Rad oder zu Fuß zurückzulegen. Seine Mitarbeiter haben ihm schon mal vorgemacht, wie es geht. "Sie haben heute einen Cycling-Tag ausgerufen und sind alle mit dem Rad zur Arbeit gekommen. Ihre Ehefrauen haben das mit einer Spende für unsere Aktion belohnt", berichtet der Banker.

Mitmachen und helfen kann jeder, die Spielregel: sich bewegen und sammeln. Um Organisationen und Institutionen wie der Behinderten-Sport-Gemeinschaft Kamp-Lintfort, dem Sonsbecker Arbeitskreis Peter Pan oder der Lebenshilfe unter die Arme zu greifen, haben sich die Menschen am Niederrhein jede Menge pfiffige Aktionen ausgedacht. Ein Freundeskreis aus Neukirchen-Vluyn etwa, der sich "Die Himmelsstürmer" nennt, spurtet die 392 Stufen zur Halde Norddeutschland empor und sucht dafür Sponsoren. Einen besonderen Clou plant der Moerser Mofa Klub "Die Cobras". "Mensch gegen Maschine" lautet das Motto, unter dem die Softrocker mit ihren Zweirädern Sportler zum Staffellauf herausfordern. Das Besondere: Während die Leichtathleten den Stab weiterreichen, müssen die Biker runter von ihren Maschinen und das Objekt der Begierde vom Boden auflesen. "Ich bin gespannt, wie das ausgeht", freut sich Lohmann.

Torkes Fazit: "Egal ob Bank-Chef oder Radio-Moderator, am Ende des Tages sind wir alle gleich. Dabei spielt es auch keine Rolle, welche Hautfarbe wir haben."

Quelle: RP
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