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Xanten
Gäste aus Honduras setzen auf fairen Kaffee

Xanten: Gäste aus Honduras setzen auf fairen Kaffee
Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba stellten sich mit Hilfe eines Dolmetschers den Fragen der Marienschülerinnen. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. Zum Anlass der fairen Woche besuchten gestern Produzenten aus Mittelamerika die Marienschule. Erfolgreiche Umfrage in Xanten. Von Daniel Wellmanns und Lucas Göke

"We are a Fairtrade-School'' (Wir sind eine Schule, die angemessen gehandelte Waren bevorzugt): Unter diesem Motto stand gestern an der Marienschule die Veranstaltung mit den aus Honduras angereisten Gästen Sonia Vasquez und Rodolfo Peñalba. Sie stellten ihr Unternehmen COMSA (Café Orgánico Marcala S. A.) vor und beantworteten den 40 Schülerinnen Fragen rund ums Thema Fairtrade.

Nach der Begrüßung durch Irene van Dam, die sich stark für die Fairtrade-Aktionen an der Marienschule einsetzt, ging es mit einer Präsentation von zwei Schülerinnen aus der siebten Klasse fort, in der sie den Gästen die bisherigen Projekte vorstellten. Darunter fallen der Verkauf von Fairtrade-Artikeln am Kiosk der Schule, die Behandlung des Themas im Unterricht und eine Umfrage der Schülerinnen in verschiedenen Geschäften Xantens. Untersucht wurde, inwiefern der Handel sich mit dem Fairtrade-Gedanken auseinandersetzt. Die Ergebnisse waren positiv: Es stellte sich eine Reihe von Geschäften und Betrieben heraus, die derartige Artikel anbieten. Die Liste umfasst zwei Seiten.

Dann waren die Gäste aus Honduras an der Reihe: Sie stellten den Schülerinnen ihre Firma COMSA vor, die seit 2005 das Fairtrade-Siegel trägt und unter fairen Bedingungen Kaffee produziert. Den Höhepunkt bildete die ausgedehnte Fragerunde zwischen den Schülerinnen und den Gästen aus Honduras. Die sehr interessierten Schülerinnen stellten Fragen über den Verdienst, die Arbeitsbedingungen und den Ablauf der Produktion der Kaffeebohnenernte. Rodolfo Peñalba stellte dabei die positive Wirkung des Fairtrades auf sein Unternehmen heraus. Das Projekt verbessere die Gesundheit seiner Arbeiter, die Nachhaltigkeit und die Qualität seiner Kaffeebohnen und die Ökonomie. Des Weiteren stand die Bildung der Kinder in Honduras im Vordergrund. Rodolfo Peñalba betonte in diesem Zusammenhang auch, dass trotz aller Bemühungen für den fairen Handel noch mehr getan werden müsse. Er sei zum Beispiel noch nicht mit seiner eigenen Vergütung und der seiner Arbeiter zufrieden. Dennoch sei das Projekt Fairtrade ein Schritt in die richtige Richtung - für die faire Behandlung von Arbeitern und Arbeitgebern in der Dritten Welt. Die Schülerinnen ziehen mit: An der ersten Fairtrade-Schule am Niederrhein könnten sich andere Schulen oder Vereine ein Beispiel nehmen und sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen, forderte eine Schülerin ausdrücklich.

Quelle: RP
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