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Zum Sonntag
Gemeinsam in die Ferienfreizeit

Xanten. Eine bunte und lebendige Gemeinschaft erleben, in der jeder wertvoll ist und so sein darf, wie er gewachsen ist: Das ist ein Ziel der Ferienfahrten, zu der jetzt wieder allerorten Kinder und Jugendliche aufbrechen.

Endlich Ferien und alle Jahre wieder "mit der Kirche" in eine Ferienfreizeit. Die Angebote sind vielfältig, die Ziele abwechslungsreich. Die einen fahren in die Berge bis nach Österreich oder zelten in der Eifel. Andere zieht es ans Mittelmeer oder nach Spanien.

In jedem Fall ist immer eine spannende Atmosphäre spürbar, wenn 60 Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern vor dem Bus stehen und darauf warten, dass es endlich losgeht. Die Kleinen verkneifen sich noch schnell ein paar Tränen - für die Großen ist das alles nur eine coole Sache. In jedem Fall wollen alle Spaß haben, neue Freunde oder Freundinnen kennenlernen, tolle Abenteuer erleben und Neues ausprobieren. Jede und jeder hat sein eigenes Ritual, seine eigenen Erfahrungen, seine eigenen Ideen, sich in die Gemeinschaft einzufinden. Denn auch darum geht es: Gute Erfahrungen mache ich am besten in einer guten Gemeinschaft. In vielen unserer Gemeinden ist es guter Brauch, die Fahrt mit dem Reisesegen zu beginnen - die Fahrt und die gemeinsamen Tage unter den Segen Gottes zu stellen.

Ob vor dem Bus oder in der Kirche: Bevor es losgeht, werden alle still , lauschen den Segensworten und spüren, wir fahren mit dem Segen Gottes. Gott fährt mit uns, er möchte, dass es allen gut geht, dass wir neue Erfahrungen machen und zu einer Gemeinschaft werden.

Jesus ermutigte seine Freunde, gut zu allen Menschen zu sein. Er führte die Menschen vom Rande, die Außenseiter, zurück in die Gemeinschaft. Er stärkte die Kleinen, die scheinbar Unbedeutenden, er schenke allen Menschen neues Ansehen und Wertschätzung - gab Fremden eine neue Heimat. Die Menschen in seiner Nähe erblühten zu neuem Leben und manchmal wuchsen sie über sich hinaus.

Das alles erleben Kinder und Jugendliche in unseren Freizeiten - können es selber konkret umsetzen und leben. Sie erleben es immer dann, wenn andere nicht ausgeschlossen werden, Kinder Neues ausprobieren und geschafft haben, jemand da ist, der tröstet, der andere aufmuntert, der zuhört, wenn wir mit denen spielen, die wir bisher gar nicht leiden konnten, gemeinsam essen und vorher beten oder singen, über die Vielfalt der Schöpfung staunen und ein gutes Gespräch führen.

Vielleicht kann nachher auch jemand sagen: Brannte nicht unser Herz, als wir zu einer bunten und lebendigen Gemeinschaft zusammengewachsen waren. Eine Gemeinschaft, in der jeder wertvoll ist und so sein durfte, wie er gewachsen ist.

AUTOR GEORG WELP IST PASTORALREFERENT DER KATHOLISCHEN KIRCHENGEMEINDE ST. PETER IN RHEINBERG.

Quelle: RP
 
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