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Unsere Woche
Gemeinsamkeit und Nachbarschaft funktionieren

Xanten. Die Unwetter meinten es gar nicht gut mit dem Niederrhein. Der Dank gilt allen Helfern, die bis über die Schmerzgrenze im Einsatz waren. Etwas in den Hintergrund rücken da die Weichenstellungen von CDU und SPD für die Landtagswahl 2017.

Was war das für ein Wetter? Als wir am Montag dachten, es wäre schon schlimm, wusste noch niemand, was noch kommen sollte. Tobias Fuß, Leiter des Fachbereichs Ordnung bei der Stadt Xanten, hatte wohl zumindest schon eine Vorahnung: "Auch Xanten werde es eines Tages treffen", sagte er, als wir am Montag darüber sprachen, dass die Stadt ja Glück gehabt hatte. Dass es schon so schnell sein wird, ahnte wohl aber auch er nicht.

Noch weiß niemand, wie hoch die Schäden sind und wie sie reguliert werden können. Zum Glück gab es keine Toten wie in Süddeutschland. Danken wir an dieser Stelle allen Helfern, die stundenlang im Einsatz waren oder es noch immer sind. Und um dem Ganzen noch einen positiven Aspekt abzugewinnen: Beeindruckend ist große Hilfsbereitschaft, das Funktionieren der Nachbarschaft, im kleinen wie zwischen den Kommunen. In der Not steht man zusammen.

Die Politik ist dabei in den Hintergrund gerückt. Dabei gab es um die Landtagskandidatur bei der CDU eine äußerst spannende und knappe Entscheidung. Die Stimme eines Delegierten machte am Ende Rainer Groß zum Kandidaten und verhinderte einen Losentscheid. Nun kann der Wahlkampf beginnen: René Schneider, ebenfalls in dieser Woche nominiert (einstimmig!) ist natürlich der klare Favorit. 2012 gewann er den Wahlkreis 57 mit 26 552, Stimmen vor der CDU-Kandidatin Marie-Luise Fasse mit 19 042 Stimmen. Seine Arbeit und seine Präsenz im Wahlkreis lobt auch der politische Gegner - und Wahlkampf kann er. Trotzdem kann der Muttertag 2017 ein spannender Tag werden, denn Groß ist sozusagen der Gegenentwurf zu Schneider: eher im ländlichen Bereich verwurzelt, in den Vereinen zu Hause, im wahrsten Sinne des Wortes ein Bauchmensch. Zudem engagierte er sich bei der Polizei für seine Kollegen, auch landespolitisch ein wichtiger Aspekt. Am Ende hängen beide vom Trend ab. Niemand weiß, wie sich der neue Zuschnitt des Wahlkreises (ohne Budberg und Orsoy) auswirkt, wie viel Stimmen zieht die AFD möglicherweise von welchem Lager ab?

Trotz alledem - genießen Sie Ihr Wochenende!

DIRK.MOEWIUS@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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