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Sonsbeck
Glasfaser für die schnelle Datenautobahn in Sonsbeck

Sonsbeck. Die Zeit der Flaschenpost ist vorbei. Wie überhaupt die Zeit des Briefe-Schreibens vorbei zu sein scheint: Viel schneller wird der Adressat doch übers Netz erreicht - weltweit und zügig - sofern der Absender auf einer schnellen Datenautobahn unterwegs ist. Die soll in Kürze auch in Sonsbeck, Xanten, Alpen und Büderich gebaut werden. Bauherrin ist die Deutsche Glasfaser, "FTTH" ist das Zauberwort. Fiber to the home - Glasfaser bis ins Haus. Allerdings baut das Unternehmen mit niederländischen Wurzeln nur dann seine schnelle Autobahn, wenn es genügend Menschen gibt, die darauf fahren wollen: Mindestens 40 Prozent ist das Ziel, wenn es mehr sind: umso besser. Von Heidrun Jasper

Großes Stühlerücken und -Dazustellen war im Kastell angesagt, wo Projektmanager Dennis Schiefke von der Deutschen Glasfaser jetzt über das (Daten-)Autobahn-Teilstück Sonsbeck informierte. Mit einem Kurzfilm, in dem fünf gute Gründe für einen Glasfaseranschluss genannt wurden, und in einem anschaulichen Vortrag, der kaum Fragen offen ließ. Der Anschluss ist (noch) kostenfrei, eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 50 Euro ist zu zahlen; man kann einen Router von der Glasfaser kaufen (40 Euro) oder seine Fritzbox weiter verwenden. "100 Megabit pro Sekunde im up- und download" versicherte Schiefke. 34,95 Euro monatlich kostet das Einsteigerpaket in den ersten 24 Monaten, danach 46,95 Euro.

Stichtag für Sonsbeck ist der 26. September. Sollten bis dahin genügend Verträge abgeschlossen sein (mindestens 644 braucht das Unternehmen), dann wird die schnelle Datenautobahn gebaut. Rund 2,5 Millionen Euro investiert die Glasfaser dann in Sonsbeck, verlegt auf einer Trasse von 24.139 Metern (das Gewerbegebiet ist ausgeschlossen) rund 1,9 Millionen Meter Glasfaser. Unterirdisch, ohne den Vorgarten zu durchpflügen. "Ein Kopfloch am Haus, eins an der Straße: Das reicht. Da schießen wird das Glasfaserkabel durch", so Dennis Schiefke. Das Loch ins Haus werde anschließend und mit fünf Jahren Garantie luft-, wasser- und erddicht versiegelt. "Wo Leerrohre liegen, da nutzen wir sie auch". Wo der PoP (Point of Presence), der Verteilerkasten also, platziert wird, steht noch nicht fest.

Am Samstag, 13. August, wird an der Hochstraße 83 ein Servicepunkt eröffnet, der mittwochs von 13 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet ist. Ab dem 26. Juli ist die Deutsche Glasfaser mit ihrem Infomobil jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr in Labbeck unterwegs. Um 19 Uhr informiert sie am Dienstag, 26. Juli, im Pfarrheim in Labbeck über den Netzausbau.

Quelle: RP
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