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Sonsbeck
Glücksräder für den Kinderhospizdienst

Sonsbeck: Glücksräder für den Kinderhospizdienst
Bei der Arbeit am ersten Glücksrad (v. li.): Mats, Birgit Rejek (ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeiterin) und Martina Zimmer (Koordinatorin des ambulanten Kinderhospizdienstes) und Marit. FOTO: Olaf Ostermann
Sonsbeck. Offene Ganztagsbetreuung der Sonsbecker Grundschule unterstützt Projekt der der Malteser am Niederrhein. Von Rita Hansen

Glück - das sind meist die kleinen Dinge im Leben: Wie ein Sonnenstrahl, ein Fußballspiel oder der anstehende Urlaub bei Verwandten. Daher wollte das Duo des Hospizdienstes der Malteser am Niederrhein Xanten/Sonsbeck-Goch/Uedem im Rahmen seines Glücksrad-Projektes wissen: "Ist Glück für alle gleich? Was ist Glück für dich?"

Im Gegensatz zur ambulanten Hospizbegleitung von Erwachsenen zieht sich die Begleitung von Kindern- und Jugendlichen meist über Jahre. Einmal in der Woche kommt der Kinderhospizler zu der Familie, die betreut wird. Er unternimmt einige Stunden etwas mit dem kranken Kind oder den Geschwistern und verschafft der Familie damit eine "kleine Pause". Neun ehrenamtliche Helfer hat der sich im Aufbau befindende Kinder- und Jugendhospiz-Dienst der Malteser im Moment. Zwei Familien werden derzeit betreut. "Sie sind ein Segen für unsere Familie" bekam Birgit Rejek, eine der ehrenamtlichen Kinderhospizhelferinnen, erst kürzlich von einer Mutter gesagt. "Das ist das schönste Dankeschön, das man bekommen kann", findet sie. Gemeinsam mit Martina Zimmer, Koordinatorin des Malteser Hospizdienstes, stellt sie in der Offenen Ganztagsbetreuung der Sonsbecker Grundschule das Projekt vor. "Hospiz ist ein Wort, das viele Menschen besonders im Zusammenhang mit Kindern, zurückschrecken lässt. Wir möchten dem Wort den Schrecken nehmen und verdeutlichen, dass es Glück ist, wenn wir in die Familien kommen, weil wir sie in allen Phasen unterstützen können", erläutert Martina Zimmer den Hintergrund der Aktion. Gemeinsam mit Jasmin, Lena, Marit und Max überlegen die beiden Frauen, was Glück für sie bedeutet. "Wir möchten wissen, ob Glück für kranke und gesunde Kinder das Gleiche ist." Darum dürfen die Kinder nach der kurzen Einführungsrunde gemeinsam ein großes, oranges Glücksrad bemalen. Da das zu zweit besser geht als zu viert, beginnen Max und Marit mit ihren Glücksmotiven, einem Hund sowie einem kickenden Fußballer. Lena und Jasmin bemalen derweil Glücksräder aus Pappe. Neben den Grundschülern werden Kindergar-tenkinder, Sechstklässler und Jugendliche sowie die betreuten Familien ein Rad gestalten. Sie werden später ausgestellt. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen in einem "Glücksbuch" festgehalten werden.

"He, malt nicht das ganze Rad voll. Wir wollen auch noch malen", erinnern Lena und Jasmin. Schnell werden die Plätze getauscht. Neben einem Haus und einer Pool-Landschaft ziert bald darauf auch das Wortkürzel OGS das Rad. Und weil auch Schokolade glücklich macht, gibt es zum Abschluss noch einen Schokoriegel für die tolle Mitarbeit von den beiden Malteser-Damen.

Quelle: RP
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