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Sonsbeck
Gommansche Mühle Sonsbeck

Sonsbeck. Die Tradition der Sonsbecker Mühlen reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die Gommansche Mühle hingegen ist wesentlich jünger. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und in Betrieb genommen. Im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, musste sie in den 1950er Jahren gegen weiteren Verfall gesichert und später mehrfach umfangreich saniert werden. Heute ist sie ein Wahrzeichen der Gemeinde und dient dem Verein für Denkmalpflege zu kulturellen Zwecken sowie für Ausstellungen. Benannt ist sie nach ihrem letzten Besitzer, der Familie Gomman.

Die Turmwindmühle aus gemauerten Feldbrandklinkern gehört zu den Galerieholländer-Windmühlen, weil, so die Buchautoren, "das Bauwerk über dem ersten Geschoss eine umlaufende Arbeitsbühne aus Holz besitzt, von der aus man früher die Haube bediente". Diese Mühlenart ist besonders hoch gebaut und damit typisch für einen Standort in geschlossenen Ortschaften, wo sie die Wohnhäuser überragen konnte. Im Jahr 1935 wurde die Gommansche Mühle stillgelegt.

Seit 1992 wird sie als kulturelle Begegnungsstätte genutzt. Die Dauerausstellung im Obergeschoss zeigt Sonsbecker Töpfereien, überwiegend Gebrauchsware und Reliefplatten, Kacheln und Krüge. Wechselausstellungen zum Thema Töpferkunst sind im Erdgeschoss.

Sonsbeck war früher ein bedeutender Töpferort mit der Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert. Die einsetzende Industrialisierung im 19. Jahrhundert verursachte aber auch hier wie in zahlreichen anderen Orten den Niedergang des Töpferhandwerks. Pfingstmontag ist sie von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

(pek)
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