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Xanten
Großartige Büttenreden erfreuen Menzelner Narren

Xanten. Das Wort Flüchtlinge nimmt Nico Stölzer nicht in den Mund. Trotzdem haben es alle Narren im Kopf, wenn der Xantener in die Bütt steigt, um Personenströme zu beschreiben, die sich ihre Wege und Umwege suchen. Doch dann löst er auf, welche Personenströme er meint. Es sind die, die im Alpener Ortskern einen Umweg nehmen, weil die Burgstraße gesperrt ist. Dann können sich die Narren im Saal nicht mehr vor Lachen halten, wie am Samstagabend in der Büttensitzung des Karnevalskomitees Menzelenerheide. Von Peter Gottschlich

Da hatte der 38-jährige Industriemechaniker, der bei Imi arbeitet, wie Norgren heute heißt, nichts Besseres vor, als sofort nachzulegen. "Sie Herr Bürgermeister tragen dafür die Verantwortung", sagte er Richtung Thomas Ahls und fing dabei an, fast selbst zu lachen. "Öffnen sie für kurze Zeit die Burgstraße, um die Situation zu beruhigen." Schließlich hätte diese Sperrung bereits zu internationalen Turbulenzen geführt. Die Aktienkurse in China seien eingebrochen wie der DAX. Nur etwas Positives konnte er der Sperrung der Burgstraße abgewinnen. Dann würden die "alkoholisierten jugendlichen Assis" aus Kamp-Lintfort nicht mehr den Weg zum Alpener Karnevalszug finden.

Den Auftritt von Nico Stölzer, der sich wie der Hamburger Fernsehstar "Dittsche" mit Bademantel verkleidet und erstmals politisch ist, hielten viele Narren für den Höhepunkt der Büttensitzung des Spielmannszuges.

Dabei hatten sich die anderen Redner nicht zu verstecken, die bei dieser Büttensitzung in die Bütt gehen, die ihren Namen zu Recht trägt. Allen voran brachte Andrea Herringer die 150 Narren zum Lachen, die am Samstag in den nicht ganz ausverkauften Saal gekommen waren. Die stellvertretende Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft "Hand in Hand" erzählte als Hausfrau Erna, wie sie es aufgegeben habe, mit "Schlimm-Fast" und "Weight Watchers" gegen ihre Pfunde zu kämpfen. Auch die anderen Redner kamen gut an: der Ossenberger Luder Opgenorth als "Lieve Jung", der "deutsche Rentner", alias Wolfgang Schipanski, oder "Bauer und der Wiener", wie sich Leopold Braun und Michael Gülden nennen. Tanzeinlagen gab es etwa von der Rheinberger Stadtmeisterin Laudana Backhaus, den "Lime Lights" der KVG und der Alpener Gruppe "The Allen Dees".

Für Musik sorgten der Menzelener Prinz Klaus I. mit seinen Gardetänzerinnen, der das Prinzenlied zum Besten gab. Die Gruppe "Maso Maso" um Thomas Ahls stimmte A-cappella kölsche Karnevalslieder an.

Quelle: RP
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