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Xanten
Großreinemachen im Ortskern von Wardt

Xanten: Großreinemachen im Ortskern von Wardt
Für jeden gab es eine Aufgabe beim Putztag in Wardt: Jürgen Schneiders fuhr den Mäher, Verena Schneiders und die Kinder Jana, Juli und Amelie befreiten die Tischtennisplatte. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Der Heimatverein führte am Samstag wieder eine große Müllsammel-Aktion durch. Von Sabine Hannemann

Blauer Müllsack, Handschuhe, Pickzange und die gelbe Warnweste sind die Insignien der fleißigen Müllsammler in Wardt. Sie trafen sich am Samstag am Spielplatz, nahe der Schule, um rund um Wardt den Frühjahrsputz zu machen. Susanne Heinen, Vorsitzende vom Heimatverein, freute sich über die Helfer, die schon im Vorfeld eines der großen Ärgernisse ausgemacht hatten: Eine große Matratze mit Lattenrost war in der Natur entsorgt worden.

In kleinen Trüppchen schwärmten sie aus. Die Fläche am Nibelungenbad, die Container, der Parkplatz, die Straßenränder, die Wege am Wasser, alles inspizierten sie mit kritischem Blick. Die oftmals gefährlichen Fundstücke sind über die Jahre immer gleich geblieben, wie auch Karl-Georg Scholten bestätigt. "Kaputte Bierflaschen, Plastikflaschen und die kleinen Spaßmacher mit Schnaps werden einfach in der Natur entsorgt", erzählt er. Überaus unappetitlich sind Tüten mit Kartoffelschalen, die schon seit längerer Zeit in der Plastiktüte gammelten oder aber kiloweise stinkende Küchenabfälle. Für Brigitte Overfeld sind die vollen Hundekotbeutel ein Ärgernis. "Die werden einfach ins Gebüsch geschmissen. Warum brauchen wir dann überhaupt die Beutel, wenn Hundehalter nicht in der Lage sind, sie ordnungsgemäß zu entsorgen", sagt sie.

Mit von der Partiewaren auch die Jüngsten: Louis, Juli und Jana kümmerten sich mit vereinten Kräften um den Spielplatz kümmern, den die Wardter Elterninitiative gebaut hat. Auch während des Jahres kümmert sie sich um Sauberkeit der Spielflächen. "Die Kinder finden diese große Saubermach-Aktion toll", erklärt ihr Vater Jörg Kraemer. Das Engagement für "ihren" Spielplatz führt Stunden später zu einem blitzblanken Spielort. Auch zuhause hat das Thema Müll Bedeutung. "Die Kinder trennen den Hausmüll besser als wir", meint er. Die dörfliche Gemeinschaft ist für Tanko Scholten ein wichtiger Punkt. "Schön, dass es so viele sind, die sich verantwortlich fühlen, anpacken und Müll sammeln. Solche Aktionen stärken die Gemeinschaft."

Stunden später ist alles geschafft, Brigitte Overfeld sorgt mit einem Helferfrühstück für den runden Abschluss. Das überaus respektable Ergebnis der Aktion: Sechs Müllsäcke voller Wohlstandsmüll sowie Kuriositäten. "Ärgerlich sind die kaputtgeschlagenen Biergläser und Flaschen. Die Scherben liegen am Strohweg entlang des Feriendorfes rum", sagt Susanne Heinen, die auf die Verletzungsgefahr hinweist - auch für ihre Labrador-Hündin Lu. Für Erstaunen sorgten bei den Sammlern diverse Fundstücke wie ein Schreibtisch, einzelne Räder eines Fahrrads, zwei Regale und eine Treppe aus Plastik. Heinen: "Die hat uns schon sehr verwundert." Zusammengetragen warten diese Dinge auf eine Entsorgung. "Wir melden es der Stadt. Vielleicht hilft uns der DBX", hofft Susanne Heinen. Der Heimatverein veranstaltet nicht nur im Frühjahr die Sammelaktion. "Wir halten ganzjährig zum Beispiel den Römerturm und das Sparkassenhäuschen sauber", sagt die Vorsitzende.

Quelle: RP
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