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Xanten
Grünes Klassenzimmer für Grundschüler

Xanten. Die Viktor-Grundschule Xanten hat nach Ideen der Schüler den Schulhof umgebaut. Das Projekt geht weiter. Von Svenja Jesse

Ein Baumhaus mit integriertem Kiosk, ein großes Klettergerüst mit Rutsche, ein Trampolin, ein Swimmingpool und ein Eiscafé mitten auf dem Schulhof: So stellen sich die Schüler der Viktor-Grundschule einen ordentlichen Schulhof vor. Für den Umbau des vorderen Schulhofes holte die Planungsgruppe die Schüler ins Boot und bat sie, ihre Ideen für die Umgestaltung aufzumalen.

Das Ziel der Umgestaltung war es, den kahlen Asphalt-Hof in einen einladenden Versammlungsort zu verwandeln. "Unser Motto war Vielfalt statt Asphalt", sagt Hilde Schmitz, Konrektorin der Viktor-Schule: "Natürlich konnten wir nicht alle Wünsche der Schüler umsetzen, doch es waren viele gute Ideen dabei."

Die Initiative für die Verschönerung des Schulhofes kam vom Förderverein der Schule. Zuvor war bereits der hintere Schulhof erneuert worden. "Wir arbeiten uns Stück für Stück vor", erklärt Harold Ries, Vorsitzender des Fördervereins. "Wir müssen leider immer etwas warten, bis wieder Geld da ist, um mit dem nächsten Projekt anzufangen."

Unterstützung bekam die Projektgruppe auch von einigen Eltern. "André de Beyer, Vater eines Erstklässlers, hat uns geholfen, Sponsoren zu finden. Auch der ausführende Landschaftsgärtner Jan Rheker ist Vater an unserer Schule", sagt Schmitz. Gemeinsam entwickelte die Planungsgruppe aus den Ideen der Schüler das "grüne Klassenzimmer", einen großen Halbkreis aus Steinen, umgeben von Büschen, Sträuchern und Bäumen, auf dem zwei bis drei Klassen Platz finden.

Ähnlich wie in einem kleinen Amphitheater können die Schüler hier in zwei Reihen sitzen. Bei schönem Wetter können Lehrer nun auch draußen unterrichten, oder es können kleine Theaterstücke und Rollenspiele aufgeführt werden.

Die erste Einsatzmöglichkeit für das neue Outdoor-Klassenzimmer steht schon vor der Tür. "Wir haben Ende Mai die kreativen Tage. Da werden wir unser kleines Amphitheater für die Vorführungen nutzen", sagt Rektor Heinz Roters.

Insgesamt 27 Tonnen Steine wurden für den Sitzkreis bewegt. Sie wollen gepflegt werden. "Wir haben unseren Schülern gesagt, dass sie sorgfältig mit ihrem neuen Schulhof umgehen müssen. Sie laufen zum Beispiel nicht durch die Grünfläche, und wir wollen versuchen, dass sie mit Gießkannen selbst die Pflanzen gießen können."

Die Arbeiten an der Schulhoffläche sind mit dem Sitzkreis noch nicht beendet. "Wir haben ein Element unserer Pläne für den neuen Schulhof umgesetzt. Sobald wieder etwas Geld da ist, geht es weiter." Vielleicht gibt es ja dann doch noch ein Eiscafé auf dem Schulhof.

Quelle: RP
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