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Xanten
Grüße aus 3000 Meter Höhe in den Anden

Xanten. Pater Franz Hülsen arbeitet in Chiguata/Arequipa in Peru. Er meldet sich regelmäßig in seiner Heimat.

"Mir persönlich geht es soweit gut", steht am Ende eines Berichts von Pater Franz Hülsen. Aus 3000 Meter Höhe in Chiguata/Arequipa schreibt der Missionar aus Xanten an die Freunde der Mission in seiner Heimat. Doch raten ihm seine befreundeten Ärzte, "in niedrigere Gefilde zu gehen". Aber bis auf Weiteres will er noch in der Höhenluft der Anden ausharren, zumal das von ihm geleitete Tagungshaus dort liegt.

Die Gemeinschaft von Emmanuel nutzt dieses "Evangelisationszentrum", um vor allem junge Menschen im Glauben zu schulen. So unternahm Pater Franz vor kurzem eine Art "Wüstenwanderung" in die Umgebung. Dabei wurde die Wanderung des Volkes Israel nachgeahmt. Tägliche Meditation biblischer Texte und Eucharistiefeiern an ungewohnten Orten prägten diese Tage der "Mission Joven" (Mission Jugend). "Gerade die jungen Leute hier in Peru haben Hunger und Durst nach Gerechtigkeit", stellt Pater Franz in Chiguata fest.

Vielfach fehle es an Vorbildern daheim. Als Folge davon haben Kriminalität und Gewaltverbrechen zugenommen. Ein weiteres Problem sei die Landflucht. So hat die Bevölkerung in seiner Pfarrei deutlich abgenommen. Fehlende Weiterbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, fehlende Kinos und Discos, begrenzte Internet-Möglichkeiten sind die Gründe. Anregungen von Papst Franziskus ziehen auch in seinem Erzbistum weite Kreise. Lebenserneuerung in Christus nach Anregungen im Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" führen zu Überlegungen, wie heute zeitgemäß ein persönliches Zeugnis abgelegt werden kann.

Diesen Versuchen gilt der größte Teil seines Berichts, der mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" an seine Freunde und Wohltäter endet.

(wp)
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