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Xanten
Grundschule Marienbaum bleibt erhalten

Xanten. Die Verwaltung soll den Verbund mit der Viktor-Gemeinschaftsgrundschule erarbeiten. Die BBX kündigt Widerstand an. Von Heinz Kühnen

Die katholische Marienschule bleibt Marienbaum erhalten. Im Schulausschuss fand sich dafür eine ganz breite Mehrheit. Umstritten ist allerdings die "Form". Da zeichnet sich eine breite Front für einen Schulverbund mit der Viktor-Grundschule ab, wie sie die Verwaltung befürwortet. Auch die CDU-Fraktion hatte in einem Prüfantrag, in dem sie dringend den Erhalt der Schule gefordert hatte, "ausdrücklich" diese Regelung einbezogen. Die BBX, so der Marienbaumer Ratsherr Werner Paeßens, kündigte dagegen bereits "entschiedene Gegenwehr" an. In der Sitzung hatte sein Fraktionskollege Matthias Voll die Einsetzung eines Arbeitskreises und die Verlängerung der aktuellen Regelung um ein Jahr gefordert. Derzeit ist die Viktor-Schulleitung ein Schuljahr lang kommissarisch mit Leitung der Bekenntnisschule beauftragt.

Eins machte die zuständige Fachbereichsleiterin Sandra Bree deutlich: "Wir müssen und wollen die Schule erhalten." Allerdings sei die Einrichtung durch die Anmeldezahlen zumindest in eine "gefährdete Situation" geraten: 19 Erstklässler gibt es zurzeit (davon vier "Auswärtige"), vorgeschrieben sind mindestens 15. Statt geforderter 92 Schüler werden in Marienbaum 88 gezählt. Außerdem finde sich nach - auf Bitten der Stadt - sogar drei Ausschreibungen kein Bewerber auf die Nachfolge der in den Ruhestand getretenen Schulleiterin Maria Evers. Werde die Schule als Zweitstandort der Viktor-Schule geführt, sei aber sichergestellt, dass von dieser selbst bei fehlenden Lehrkräften d Fächerkanon und Stundenplan voll geregelt werden könnten. Der Status als katholische Grundschule könne erhalten bleiben. Bei einer Schulversammlung habe es gegen solche Überlegungen keinen Widerspruch gegeben, sagte Bree.

Sie befürwortete auch angesichts der ausgelaufenen Schulen in Birten und Vynen sowie der aktuellen Platznöte der Viktor-Schule (sie soll einen Anbau bekommen) den Erhalt der Schulräume: "Sonst müssen wir in Xanten und Lüttingen weiter anbauen.

Mit der Regelung bestehe weiter Hoffnung für den Schulstandort, so Tanko Scholten (CDU), auch wenn es nur die zweitbeste sei: "Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht." Arno Hoffacker (FBI) mahnte zudem zum Erhalt von Schulraum - schon wegen der zunehmenden Zahl der Flüchtlingskinder. Und Hans-Jürgen Thiele (SPD) merkte an, dass auch er für den Erhalt des Standortes sei, letztendlich aber der Elternwille entscheide. Was die BBX auf keinen Fall gelten lassen will. Voll und Paeßens unisono: "So schaufeln wir uns unser eigenes Grab, dann ist die Schule nach der nächsten Kommunalwahl weg."

Quelle: RP
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