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Xanten
Gutes tun und Gutes erleben

Xanten: Gutes tun und Gutes erleben
Ein starker Publikumsmagnet ist die Big Band der Bundeswehr. Schon bei der Premiere vor zwei Jahren war der Xantener Markt rappel voll. FOTO: Archiv / Lions.
Xanten. Die Lions werden in diesem Jahr 100 Jahre alt. Der Ableger Xanten-Sonsbeck ist noch recht jung. Die 35 Mitglieder unterstützen seit 2004 soziale Projekte. Nächstes Großereignis ist das Konzert der Bundeswehr Big Band am 24. August. Von Peter Kummer

Geheimbund. Rituale. Geheimnisumwittert. Klaus Paul lächelt, wenn er so etwas zu hören bekommt. Die Klischees, mit denen der Lions Club vielfach bedient wird, sind eben so vielfältig weit verbreitet wie falsch. "Wir sind eine Zusammenkunft von Menschen mit dem Ziel zu dienen, ohne daraus persönlich materiellen Nutzen zu ziehen", skizziert der neue Vorsitzende des Lions Club Xanten-Sonsbeck den Zweck des Vereins. Dazu gehören zum Beispiel die Förderung und Ausweitung der Verständigung unter den Menschen und der Einsatz für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft. Der weltweit agierende Club feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, der Ableger Xanten-Sonsbeck ist demgegenüber mit dem Gründungsjahr 2004 noch recht jung.

Im Club seien die verschiedensten Berufsgruppen vertreten, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse für wohltätige Zwecke nutzen wollen, sagt Paul. "Daraus ergeben sich manchmal völlig neue Sichtweisen." Theoretisch könne jeder Mitglied werden, in der Praxis sind es hauptsächlich Berufsgruppen, die früher mit der Bezeichnung Honoratioren umschrieben wurden: Geschäftsleute, Ärzte, Lehrer, Apotheker.

Das Aufnahmeverfahren unterscheidet sich von dem anderer Vereine: Ein potentieller Kandidat muss von einem Mitglied empfohlen werden, dann wird sein Aufnahmeantrag geprüft. Paul: "Unsere Zusammensetzung ist recht konstant. Wir haben keine große Fluktuation." In jedem Jahr wechselt der Vorsitz; seit Juli führt Paul die 35 Mitglieder an, die sich alle vier Wochen im van Bebber treffen. Das Geld für Projekte und Hilfsbedürftige stammt aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden sowie aus Aktivitäten wie dem Reibekuchenstand auf der Kulturveranstaltung Klein Montmatre oder dem Verkauf des Adventskalenders.

Die Einnahmen leiten die Lions zum Beispiel an das Friedensdorf in Oberhausen weiter, das im vergangenen Jahr 20.000 Euro erhielt. Geld, das beim Konzert der Bundeswehr Big Band im Jahr 2015 auf dem Xantener Marktplatz gesammelt worden war. Kinder, die es sich ansonsten nicht leisten konnten, erhielten Eintrittskarten für den Circus Casselly.

Einen Zuschuss gab es für das Keniaprojekt des Stiftsgymnasiums, für einen Tanztherapeuten im Seniorenheim St. Gebernus in Sonsbeck und für die Steinskulptur im Park am Wall als Begegnungsstätte. Die Initiative Shalom - Hilfe für Mensch und Tier, die sich unter anderem um Obdachlose in der Region kümmert, wurde ebenfalls beim Ankauf eines Transportfahrzeugs unterstützt. "Damit kann für Menschen in Not Kleidung und Nahrung befördert werden. Außerdem sind Fahrten zu Behörden und Ärzten möglich. Unterstützt wurden auch der TuS Xanten und die Dommusikschule", heißt es im Rechenschaftsbericht des ausgeschiedenen Vorsitzenden Jens Weber. Sein Nachfolger Klaus Paul, wohnhaft in Sonsbeck und Arzt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie, möchte in seinem Amtsjahr besonders der Themen Afrika und Medizin annehmen.

Quelle: RP
 
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