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Sonsbeck
Haus für alle Generationen - ein Traum

Sonsbeck: Haus für alle Generationen - ein Traum
Das Fundament für das integrative Projekt mit 20 barrierefreien Wohnungen ist bereits gelegt. In gut einem Jahr soll Einzug sein. FOTO: Stoffel
Sonsbeck. Nach schwierigen Anlauf: Freude pur beim Spatenstich für INI-Haus an der Ley - "Ein großer Gewinn für Sonsbeck". Von Sabine Hannemann

"Es geht voran" - diese Feststellung passt ohne Zweifel auf die Baustelle an der Hochstraße. Das jüngste Projekt der Initiative Integratives Leben (INI) erlebte bei strahlendem Herbstwetter seinen offiziellen Start. "Ein gutes Omen", wie die Gäste auf der Baustelle feststellten. Mit dem symbolischen Spatenstich demonstrierte der Bauherr, dass er sich Herausforderungen stellt. Das Projekt Ecke Hochstraße / An der Ley geht endlich an den Start, das Fundament ist bereits sichtbar.

Schon jetzt sehen die Bürger den täglichen Baufortschritt. Das Wohnhaus bietet 20 barrierefreie, unterschiedlich große Wohnungen für Menschen mit Behinderung, Nichtbehinderte, junge Familien und Senioren. Sie werden unter einem Dach wohnen und den Gedanken des Mehrgenerationenhauses leben. In Sonsbeck ist gelebte Inklusion schon lange Realität und schlägt mit dem Haus an der Ley ein neues Kapitel auf.

Erster Spatenstich für Bürgermeister Heiko Schmidt (3. v.r.) - hier mit Karl-Heinz Niedrig (Sparkasse), Leo Giesbers, Anja Heidenreich, die künftigen Bewohner Nils und Sylvia sowie Johannes Roelofsen FOTO: Armin Fischer

INI-Geschäftsführerin Anja Heidenreich war beim offiziellen Spatenstich die Freude deutlich anzumerken. "Ein Traum ist unerlässlich, wenn wir Zukunft gestalten wollen", sagte sie und erinnerte nochmals an Höhen und Tiefen während der Planungsphase. "Für Menschen mit Behinderungen sind solche Träume unerlässlich. Wir haben es geschafft." Nun werde dieser Traum von der Gemeinde und den Sonsbeckern mitgetragen.

Bereits 13 Wohnungen sind verkauft. Die Kaufmotive sind unterschiedlich. Eltern wollen ihre Kinder mit Handicap gut versorgt wissen, andere haben sich in einem barrierefreien Umfeld einen Platz fürs Alter gesichert. Bereits Altbürgermeister Leo Giesbers hatte mit einer gehörigen Portion Herzblut das Vorhaben vorangebracht und auch Amtsnachfolger Heiko Schmidt mit ins Boot geholt.

Der zeigte sich im Vorfeld des Projekts ebenfalls begeistert, sprach mit Blick auf die älter werdende Gesellschaft von einem "Gewinn für Sonsbeck" - für Investoren und für die künftigen Bewohner. "Das Haus ist städtebaulich eine riesige Bereicherung für den Ortskern und für die Menschen sowieso", betonte Schmidt. Das Konzept der Barrierefreiheit und der Integration sei überzeugend.

Kleiner Rückblick: Bereits 2010 fanden erste Gespräche statt, Jahre der Planungen wurden durch Enttäuschungen, Rückschläge und Absagen zunichtegemacht. Letztendlich war das Besinnen auf die eigenen Kräfte und Stärken ausschlaggebend, wie auch die finanzielle Risikobereitschaft. Mindestens zehn Wohnungen müssten verkauft sein, damit die Sparkasse am Niederrhein das Vorhaben finanziert, so die damalige Vorgabe. "Wenn die INI in dieser Form dahintersteht, kann es nur gelingen. Dazu gehört jede Menge Mut", sagte am Rande der Veranstaltung der Gocher Architekt Markus Coenen. Die Fertigstellung sei für November 2016 geplant, so Coenen. Sieben Wohnungen, so der Stand jetzt, sind noch auf dem Markt. Heidenreich: "Wir rechnen jetzt mit einer zweiten intensiven Nachfrage."

Die Wohnungen sind mit 53 bis 98 Quadratmetern unterschiedlich groß. Der Quadratmeterpreis liegt bei 2200 Euro. Sieben Wohnungen liegen im Erd-, acht im Ober- und fünf im Dachgeschoss. Alle Wohnungen sind von außen über Laubengänge erreichbar.

Quelle: RP
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