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Xanten
Hebbel, Wagner und die Folgen

Xanten. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Universität Duisburg-Essen, der Propsteigemeinde St. Viktor sowie dem Stiftsarchiv Xanten, dem Verein zur Erhaltung des Domes und der Stadt, hält Prof. Dr. Martin Schubert, Universität Duisburg-Essen, am Dienstag, 15. November, 19.30 Uhr im Kapitelsaal (Eingang Kreuzgang) einen Vortrag mit dem Titel "Hebbel, Wagner und die Folgen - Nibelungenbegeisterung im 19. und frühen 20. Jahrhundert."

Das mittelhochdeutsche "Nibelungenlied" - jenes Epos voll von Helden, Liebe, Eifersucht, Mord und Totschlag - wurde erst im Lauf des 19. Jahrhunderts zu einem identitätsstiftenden nationalen Kulturgut. Gerade vor dem Hintergrund heutiger Diskussionen über 'Leitkultur' ist es sinnvoll, die Entwicklung der Nibelungenbegeisterung kritisch zu sichten. Auf einem Überblick über die Stoffgeschichte fußt die genauere Lektüre der beiden herausragenden Bearbeitungen - Friedrich Hebbels Dramen-Trilogie "Die Nibelungen" (1861) und Richard Wagners Opern-Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" (1876).

Schubert stell dar, wie die Nibelungenbegeisterung, vermittelt über den grausamen Begriff der "Nibelungen-Treue" im Nationalsozialismus missbraucht wurde. In Kenntnis dieser Wirkungsgeschichte wird überlegt, ob heute noch nachvollziehbar ist, wie die Werke Wagners und Hebbels in ihrer eigenen Zeit rezipiert wurden.

Quelle: RP
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