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Xanten
Herbstmarkt-Besucher loben das Ambiente

Xanten: Herbstmarkt-Besucher loben das Ambiente
Dr. Gerhard Pariser (links) und Hans - Hermann Pieper standen für die Rotarier an der Spekulatiusmaschine. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Von Filzpantoffeln über Clogs, Schmuck und Rattankörben bis hin zum Kunstdruckschirm: Die Mischung stimmte beim Herbstmarkt. Von Heidrun Jasper

"Das meiste auf der Welt geht nicht durch Gebrauch kaputt, sondern durchs Putzen", hat schon Erich Kästner gesagt, und so steht es auch geschrieben auf einem Blechschild, das am Wochenende an einem Stand auf dem Herbstmarkt verkauft wurde. Und das dürfte zumindest auf zerbrechliche Waren wie Glaskunst oder die Bunzlauer Keramik zutreffen, die an anderer Stelle auf dem Großen Markt in der Innenstadt angeboten wurden.

Das dürfte nicht unbedingt zutreffen auf die Weidenkörbe, Pflanzenschuhe, Rentiere, Sternschalen und Kochlöffel, die Helga Prommer aus Oberfranken auf dem Herbstmarkt anbot. "Im Moment kann ich Ihnen nicht zeigen, wie ich aus Weide einen Korb flechte: Die Hände sind zu kalt", sagt sie. Seit sieben Jahren kommt die Korbmachermeisterin aus Lichterfels nach Xanten, immer im Herbst und zum Weihnachtsmarkt. "Da sitzt man locker seine vier Stunden dran", erzählt sie und zeigt einen Wandkorb; "und in dem Rattankorb mit geflochtenem Boden stecken bestimmt sechs Stunden Arbeit".

Viel Arbeit macht sich auch Dr. Clog, der schwedische Holzschuh-Macher, der auf dem Herbstmarkt die guten alten Clogs in Gold, Pink, rot mit weißen Punkten, Tigerfell-Optik anbietet. Gleich nebenan hat Nicole Gleissner aus Bottrop ihren Stand aufgebaut. Sie ist zum ersten Mal in Xanten, findet "das Ambiente hier total schön: Den Dom, die netten Häuser rundherum, das Kopfsteinpflaster". Sie hat sich der Hundemode verschrieben, bietet vom Halstuch über das Halsband bis hin zum Beutel fürs Leckerli. Alles Handarbeit, versichert sie. "Köterkram Hundemode" steht in großen Lettern an ihrem Stand. "Mit einem Halsband für meine Hündin Emma fing es vor drei Jahren an", sagt sie und zeigt ein Bild der italienischen Dogge (Cane Corso). Auch ihre beiden anderen Hunde, ein Bullterrier und ein spanischer Mischling, hat Nicole Gleissner natürlich selber "eingekleidet".

Saatgut für die unterschiedlichen Pflanzungen im Herbst gab es an diesem Stand. FOTO: Armin Fischer

In aller Ruhe und bei schönstem Herbstwetter flanieren die Besucher des Herbstmarktes an den wirklich schönen Ständen entlang, schauen sich Seidentücher, Magnetschmuck, Honig, Schraubenfiguren, Holzarbeiten, KissenbezügeDreieckstücher, Filzpantöffelchen. Kunstdruck-Regenschirme mit Motiven von Monet und Rosina Wachtmeister und vieles mehr an. Und nur allzu schauen sich die Besucher auch bei den Kräuterraritäten von Ute Schenkendorf aus Alpen um und verweilen in Höhe des Norbertbrunnens, wo das Duo Mensajes, Suzanna und Luis aus Chile, zu Gitarren- und Harfenklängen wunderschöne melancholische Lieder anstimmt.

Quelle: RP
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