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Sonsbeck
Herr Brösicke, stramme Jungs und Strichmännchen

Sonsbeck. "Labbeck, hü hüpf"- Frauen können Karneval. Wo das Euro-Norm-Gebiss eine Frage der Haftung ist, ist Lachen Trumpf. Von Rita Hansen

"...viel zu lernen du noch hast", musste sich so mancher Labbecker in der Büttensitzung von den Karnevalsfrauen sagen lassen. Was der Labbecker jedoch nicht lernen muss, ist Karneval zu feiern. Die Aktiven auf der Bühne sorgten mit ihren Stücken und Tänzen für fünf Stunden allerbeste Unterhaltung.

Mit einem Medley ihrer Oldies stiegen die Karnevalsfrauen in das Programm ein. Als idealer Eisbrecher entpuppte sich der Versuch eines Telefontarifwechsels. Er ließ die Lachmuskeln des Narrenvolkes mit seinem "Hör ma gut zu, Schneider" spontan auftauen. So waren sie Zuhörer bestens vorbereitet für die Büchse der Pandora, die mit einer einzigen WhatsApp-Nachricht geöffnet wurde.

Kein Geheimnis aber herrlich verwirrend war für die beiden Schützenbrüder die Sortierung der drei Flaschengeister "Wer", "Was" und "Weiß ich nicht" beim Absacker an der Pommes-Bude. Unter anderem "Happy" machte die coole, peppig powervolle Choreographie der "Clip Dancer" samt Zugabe, bevor Herr Brösicke sich um Kopf und Kragen redete. Wie er seiner Angebeteten mit "u" statt "a" den Hof machte, ging mächtig an die Lachmuskulatur.

Ebenso Julchens gemischte Radtour. Das sind die Herren zielstrebig unterwegs, während die Damen nach dem Motto "Go slow and say hello" cruisen. Gruppendynamik herrscht aber nicht nur beim Radeln, es hilft auch beim Unterricht in der Ehefrauen-Schule. Schließlich ist die Gardinenpredigt eine Waffe, die frau beherrschen muss.

Vom Königskind-Geburtstag bis zum Heimfahrservice erfuhr man vom Meister Yoda in den Labbecker Nachrichten alles aus dem Ort. Hieß es doch von einem ganzen Bataillon Darth Vader's: "Fürchte dich nicht. Ich bin dein Vater. Dein Vater sieht alles." Würden Politiker sehen, was so eine Gesundheitsreform anrichten kann, wäre ein geteiltes "Euro-Norm-Gebiss" wohl nicht nötig. Das Rentnerpaar jedoch interessierte sich eher für die Haftung des Gebisses beim Knutschen. Ihre Apothekenauswahl entpuppte sich als Geschenketisch.

Das Gekicher, Gegiggel und schallende Gelächter im Pfarrheim nahm kein Ende. Dafür sorgten auch die "beiden strammen Jungs", die versichert werden sollten: Mops ist halt nicht gleich Mops. Ebenfalls für erheiternde Verwirrung sorgte später der Nachwuchs. Auch schwanger ist nicht gleich schwanger - und nicht bei jeder Geburt handelt es sich um die eines Kindes. Über den Wolken interessieren solche Dinge weniger. Die beiden Stewardessen berichteten, was sie seit ihrem Entschluss "work and travel" bei Albatros-Eierlines zu praktizieren, erlebt haben. Wer nicht fliegen will, der kauft ein Auto. Allerdings sollte dann besser nicht das Kleinkind ans Telefon gehen. Das mitreißende Schwarzlicht-Strichmännchen-Finale bildete den furiosen Abschluss eines Abends voller närrischer Highlights, Partyhits und guter Laune. Darauf ein dreifaches "Labbeck, hü hüpf!"

Quelle: RP
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