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Xanten
Hochwasser: Es drohen nasse Keller

Xanten. Experten befürchten, dass in nächster Zeit der Grundwasserspiegel ansteigt und in Häusern in Rheinnähe Schäden verursacht. Versicherung zahlt nicht. Von Klaus Nikolei

Während viele mit Sorge die Berichte über das Rheinhochwasser verfolgt haben, steigt mit Pegelständen die Furcht von Rheinanliegern vor feuchten Kellern. Denn mit dem Rhein klettert der Grundwasserspiegel. Auf die Gefahren des sogenannten Grundhochwassers macht aktuell die Weseler Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW aufmerksam.

Beraterin Karin Bordin rät Hausbesitzern, "bei ihrer Kommune nachzufragen, ob ihr Grundstück vom Grundhochwasser gefährdet ist". Einige Gemeinden böten gar eine adressgenaue Online-Suche an, die die Gefährdungslage des eigenen Grundstücks kennzeichnet.

Fakt ist, dass Hausbesitzer, die schon Probleme mit feuchten Kellerräumen hatten, auf die Gefahr des Grundhochwassers eingestellt sein müssen. Diesen Rat gibt nicht nur die Verbraucherzentrale, sondern geben auch Versicherungsexperten. Schäden, die durch steigenden Grundwasserspiegel entstehen, könnten nicht versichert werden, heißt es. Das Gleiche gelte für undichte Wände. Anders sehe die Sache aus, wenn nach Starkregenfällen Wasser durch Kellerschächte ins Haus dringe.

Nasse Keller gibt es oft in Rheinnähe: Holger Friedrich, der Geschäftsführers des Deichverbandes Bislich-Landesgrenze rät neu Hinzugezogenen, sich mit Nachbarn auszutauschen, die Erfahrung haben: "Der beste Schutz ist, entweder eine Wanne zu bauen oder auf den Keller zu verzichten." Ähnlich äußert sich Berthold Schwenke vom Deichverband Duisburg-Xanten. Lange sei Büderich vom Grundhochwasser betroffen gewesen. "Doch mit der Sanierung der Deichwand ist das Problem gelöst."

Quelle: RP
 
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