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Xanten
Höherer Deich schützt Beek

Xanten: Höherer Deich schützt Beek
FOTO: Armin Fischer (Archiv)
Xanten. Weil esco den Salzabbau auf Xantener Gebiet ausdehnt, muss der Deich zwischen Beek und Lüttingen bereits jetzt erneuert werden. Vorhergesagt sind in diesem Bereich Bergsenkungen um 1,40 Meter. Von Heinz Kühnen

Lüttingen Die Rheindeiche werden erneuert und erhöht. Der Grund: Die sogenannten Jahrhunderthochwasser werden voraussichtlich häufiger, der Pegel dann höher als bisher, die Lebenszeit der alten Deiche ohnehin bald aufgebraucht. Derzeit wird zwischen Wardt und Vynen gebaut. Dann zieht der Deichverband Xanten-Kleve ein anderes Teilstück vor. Zwei Kilometer lang ist die Banndeichstrecke zwischen der Beek und der Kläranlage in Lüttingen.Und die Pläne, die jetzt im Rathaus ausliegen zeigen: Teilweise sollen in der Höhe 1,40 Meter zugelegt werden.

Keine andere Wahl

Interessant: Die Deichstrecke ist eine der jüngsten im Verbandsgebiet. Noch in den 70er Jahren war der Deich, der unweit der am Ortsrand gelegenen Tankstelle ("Zur schönen Aussicht") im rechten Winkel auf die Bundesstraße 57 trifft, erneuert worden. Es bleibt uns allerdings keine Wahl", sagt der Geschäftsführer des Deichverbandes, Bernhard Schlüß. "In diesem Bereich wird sich die Erde in absehbarer Zeit absenken."

Ursache ist der Salzabbau, den die european salt company (esco) aus Rheinberg auf Xantener Gebiet vorantreiben wird. Der Rahmenbetriebsplan ist nach Bergrecht von der Bezirksregierung in Arnsberg genehmigt. "Wann es losgeht, wissen wir nicht", so Schlüß. "Voraussetzung ist aber, dass wir mit dem Deichbau fertig sind." Anders als im "Nachlass" des Steinkohlebergbaus senkt sich der Bereich über abgebauten Salzlagerstädten im Normalfall nach und nach. "Salz fließt", sagt Schlüß. Doch prognostiziert werden könne jetzt bereits, dass der Bereich ab der Bundesstraße in Richtung Rhein nach Jahrzehnten um 1,40 Meter tiefer liegen wird. Mit abnehmender Tendenz: "In Höhe der Lüttinger Kläranlage sind wir wieder auf der vorgesehenen Höhe der anderen neuen Deiche."

So einfach allerdings nimmt der Deichverband solche Belastungen nicht hin. Die zusätzlichen Kosten, die für die Deicherhöhung wegen des Salzabbaus anfallen, werde von der deutschen esco-Zentrale in Hannover übernommen.

Außerdem übernehme die hundertprozentige Tochter von Kali + Salz (K+ S) in Kassel) auch die finanziellen Nachteile, die der Deichverband erleidet, weil er die Strecke 15 Jahre früher als notwendig ertüchtige. "Unsere 20 600 Mitglieder zahlen demnach nur den Betrag, der ohnehin angefallen wäre, sagt Schlüß.

Quelle: RP
 
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