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Xanten
Hot-Rod-Treffen: Die Motoren blubbern im Takt

Xanten. Zum dritten "Wheels of Fields" rollen 200 außergewöhnliche Oldtimer aus ganz Deutschland an, davon 20 Hot-Rods. Von Peter Gottschlich

"Das Blubbern eines V-8 ist wie Musik." Stefan Lange liebt den Klang großvolumiger Motoren mit acht Zylindern. Ganz Ohr war er, als am Samstagmittag ein Ford aus dem Jahr 1932 auf der Festwiese in Bönning-Rill einrollte, der unter seiner Haube vor 40 Jahren eine großvolumige V-8-Maschine erhielt. Diese Haube wurde leicht zurückgebaut, damit der Motor besser zu sehen ist. Dazu wurde das Dach der Fahrzeugkabine etwas heruntergesetzt, um den Hot Rod zu vollenden. "Ein heißes Eisen", freute sich Stefan Lange, um gleichzeitig das Wort "Hot Rod" zu erklären, das mit "heißes Schießeisen" übersetzt werden kann.

Weil der 46-jährige Sonsbecker das Blubbern von V-8-Maschinen gerne hört und die Silhouette formschöner Karossen gerne sieht, organisiert er seit 2014 zusammen mit Manuel Albert und Thomas Liessel ein Hot-Rod-Treffen in Bönning-Rill. "Wheels on Fields" nennen die drei, die der niederrheinischen Hot-Rod-Gruppe "Rusty Bones" angehören, die Zusammenkunft. Dabei ist der Titel "Räder auf Feldern" gleichzeitig Programm. Im positiven Sinne ist das Treffen rustikal. "Die Wiese ist kein Platz für Schickimickis", sagt der 51-jährige Reeser Thomas Liessel.

Die Oldtimer rollen auf "eigener Achse" an. "Nur ein Hot Rod kam mit einem Trailer, weil er keine Straßenzulassung hat", sagte Manuel Albert. Insgesamt konnte der 36-jährige Rheinberger am Samstag 20 "heiße Schießeisen" hören und sehen. Insgesamt waren es 200 Veteranen, die am Samstag vom Vormittag bis nach Mitternacht eintrafen. Neben den Hots Rods waren es viele amerikanische V-8-Boliden aus den 60er Jahren und seltene Oldtimer, beispielsweise ein schnittiger NSU-Wankelspider von 1965. Dazu gesellten sich einige Schlepper.

"Zum Treffen kommen ausgefallene Fahrzeuge und ausgefallene Fahrer", erklärt Liessel. Diese Fahrer reisen aus ganz Deutschland an, beispielsweise aus Rettenbach im Allgäu oder Varel im Friesland. Auch die Zuhörer und Zuschauer nehmen lange Anreisen in Kauf. Diesmal waren es mit geschätzten 800 weniger als beim Treffen im vergangenen Jahr, zu dem 1000 gekommen waren. "Die Wettervorhersage war am Samstag nicht so gut", so Liessel. Neben einem Schmaus für die Augen und Ohren war es auch einer für den Gaumen. Die Organisatoren grillten in vier großen Smokern 110 Kilogramm Schweinenacken. "Das Fleisch ist mindestens 24 Stunden im Smoker", erzählte Manuel Albert. "Der Rauch kommt ausschließlich von Kirschholz. Er ist 90 Grad heiß. Auch das Essen ist wie Musik."

Quelle: RP
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