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Sonsbeck
Hüne ohne Furcht vor großen Fußstapfen

Sonsbeck: Hüne ohne Furcht vor großen Fußstapfen
Gut gelaunt mit gestreifter Krawatte: Frank Pieper war zuletzt Vize-Chef an der Gesamtschule in Emmerich. Er unterrichtet die Fächer Religion und Englisch. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Frank Pieper (43) hat seinen Dienst als neuer Leiter der Gesamtschule Sonsbeck/Xanten angetreten. Xanten ist ihm nicht unbekannt: Der 1,94-Meter-Mann war hier mal Bank-Angestellter. Von Heidrun Jasper

Ohne Zweifel: Die Gesamtschule Xanten-Sonsbeck ist bei Frank Pieper in guten Händen. Der 43-Jährige hat zum neuen Schuljahr die Nachfolge von Regina Schneider angetreten. Die Bürgermeister Heiko Schmidt (Sonsbeck) und Thomas Görtz (Xanten) haben als Vorsteher des bikommunalen Schulverbandes Gesamtschule, jetzt mit Sandra Bree vom Fachbereich Schule und Soziales den engagierten und eloquenten Pädagogen aus Kleve vorgestellt. Der misst stattliche 1,94 Meter und trug noch die orange-blau-bordeaux-gestreifte Krawatte, weil er den "orange farbenen Jahrgang" begrüßt hatte - 135 neue Schüler, die fortan die Fünfer-Klassen in der Gesamtschule mit den zwei Standorten besuchen.

Zwei Kandidaten hatten sich um die Leitung der Gesamtschule beworben. Mehrheitlich hatten sich Schulverband und Schulkonferenz für den zweifachen Vater ausgesprochen, der erst vor zwei Jahren von der Sekundarschule in Kleve, wo er stellvertretender Leiter war, als Vize-Chef an die Emmericher Gesamtschule gewechselt war.

Mit Frank Pieper habe man "einen hervorragenden Bewerber" erlebt. Der hatte Bürgermeister Görtz nicht zuletzt durch seine Antwort auf dessen Frage beeindruckt, wie er mit den großen Fußstapfen umgehen wolle, die Vorgängerin Regina Schneider hinterlassen habe. Er habe großen Respekt vor ihrer Leistung, habe Pieper geantwortet, aber er bringe auch eigene Ideen mit. Auch Heiko Schmidt war von den pädagogischen Erfahrungen des Klevers überzeugt, dem das Modell Gesamtschule nicht fremd sei. Er freue sich, dass der neue Schulleiter nicht nur über alte Pfade gehen, sondern auch neue Wege beschreiten wolle.

"Ich freue mich auf die Aufgabe", versicherte Frank Pieper, der Englisch und Religion unterrichtet. Das Kollegium habe ihn freundlich begrüßt, er sei sogar "besungen" worden. Er beschrieb sich als "Niederrheiner durch und durch", der seine Heimatstadt Kleve nur verlassen hat, um in Köln und Freiburg zu studieren und eine Zeit als Lehrer in Amerika zu arbeiten.

Er habe immer Lehrer werden wollen, sagte er. Nach dem Abitur habe ihm ein Berufsberater abgeraten, auf Lehramt zu studieren. Also machte er erst mal eine Ausbildung zum Bankkaufmann und hat auch in einer Bank in Xanten gearbeitet. Reisen, Lesen, Musikhören seien seine Hobbys. Früher sei er auch viel geschwommen. So freut er sich, dass direkt nebenan das Hallenbad ist. Dass er zügig zu den Schwimmfreunden stößt, steht für den 43-Jährigen fest. Natürlich gebe es noch Bedarf an Pädagogen, so Pieper auf die Frage, ob er denn mit der Lehrerversorgung an seiner neuen Schule zufrieden sei. "Sechs Kollegen mehr wäre schon nicht schlecht". Er könne absolut nicht nachvollziehen, dass Referendare erst im Mai und November fertig würden, da das neue Schuljahr in der Regel Ende Juli beginne. Wie Bürgermeister Heiko Schmidt bittet er die Politik, ihre Entscheidung noch mal zu überdenken, kein zusätzliches Personal für Schulen mit zwei Standorten zu gewähren.

Quelle: RP
 
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