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Sonsbeck
Im vierten Anlauf König in Labbeck

Sonsbeck: Im vierten Anlauf König in Labbeck
Petra und Johannes Eliab blicken voller Freude und Dankbarkeit auf die Zeit als Königspaar zurück. Es war ein Erlebnis, dass das Ehepaar nachhaltig beeindruckt hat. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Für Petra und Johannes Eliab wurde ein Traum wahr: Er holte den Vogel der Hubertus-Bruderschaft von der Stange. Von Rita Hansen

Einmal beim Schützenumzug vorneweg laufen. Einmal das Oberhaupt der Schützen sein. Das war der große Traum von Petra und Johannes Eliab. "Da waren wir uns immer einig, dass wir einmal das Labbecker Königspaar sein wollten", berichtet Petra Eliab. Im Spätsommer erfüllte Johannes Eliab mit dem Königsschuss sich und seiner Frau diesen Traum. Ein Erlebnis, dass das Ehepaar nachhaltig beeindruckt hat.

"Wenn ich im Schützenverein bin, dann möchte ich doch auch einmal das Oberhaupt sein", antwortet Johannes Eliab auf die Frage, warum die Königswürde sein Traum war. "Außerdem bin ich jetzt der erste Schützenkönig in der Familie", erzählt er lachend.

Nicht einmal seinem Bruder hatte der Labbecker erzählt, dass er bei der Frage nach den Aspiranten vortreten wollte. Rund 160 Schuss später fiel der letzte Span des Vogels. Was dann geschah, "habe ich so noch nie erlebt. Alle kamen in die "Schuss-Zone" reingerannt, um zu gratulieren. Wir kamen da gar nicht mehr raus", erinnert sich der amtierende König der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft 1863 Labbeck.

"Wir waren total überrascht, wie sehr sich alle mit Hannes gefreut haben", berichtet Petra Eliab von den emotionalen Momenten nach dem Königsschuss. Bereits während des Schießens habe sie immer wieder gehört, dass Zuschauer sagten, wie sehr sie es ihrem Mann gönnen würden, dass er König wird, erinnert sie sich bewegt. "Schon die Zeit zwischen dem Vogelschießen und der Kirmes war schön. Die Kirmes war dann supertoll. Jetzt fängt die Arbeit an", fügt der zweifache Vater hinsichtlich der zahlreichen Termine, die er in den kommenden Monaten besuchen wird, schmunzelnd hinzu.

Auch seine Frau blickt begeistert auf die Kirmesfeierlichkeiten zurück. "Es war der Wahnsinn. Das ganze Dorf stand hinter uns." Im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man an den Umzug denkt. "Als wir den Umzug durchs Dorf angeführt haben, kamen wir uns wirklich wie König und Königin vor." Die 51-Jährige strahlt, während sie sich die Bilder ins Gedächtnis zurückruft. "Ich bin stolz darauf, dass Hannes das gemacht hat. Es war für uns genau der richtige Zeitpunkt - und wir haben es in vollen Zügen genossen! Von den erlebten Eindrücken zehren wir immer noch. Das muss man einfach einmal erlebt haben", schwärmt die Königin. Für den 53-jährigen Labbecker war es der vierte Anlauf. Dreimal schoss ein anderer Anwärter den Vogel herunter. In anderen Jahren passten die äußeren Umstände nicht oder gesundheitliche Gründe verhinderten die Königs-Anwärterschaft.

"Wir haben uns unseren Traum verwirklicht", erklärt Johannes Eliab. Jetzt hofft er, dass der Spaß und die Freude, die er und seine Frau an dieser Aufgabe hatten, genug Anwärter für das kommende Vogelschießen inspiriert, damit es immer wieder einen neuen König in Labbeck gibt.

Quelle: RP
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