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Unsere Woche
Immer anständig bleiben

Xanten. Es gibt Sachen, die möchte man nicht glauben. Dass der Ton in den sozialen Netzwerken, bei Facebook und Co. schon mal entgleist und die Grenzen der guten Erziehung vergessen werden -damit müssen wir wohl leben. Wenn aber, wie Xantens Bürgermeister Thomas Görtz in dieser Woche berichtete, Mitarbeiter des DBX auf der Straße beschimpft werden, dann werden langsam die letzten Grenzen des Anstands überschritten. Natürlich gibt es eine Unzufriedenheit, weil die Vorwürfe immer noch sehr unkonkret sind und das Ganze nebelhaft wirkt. Aber wir reden hier von den Mitarbeitern auf der Straße, die Papierkörbe leeren oder reinigen, nicht von den Führungskräften des Dienstleistungsbetriebs. Görtz hatte da nur ein Wort für das Verhalten einiger Bürger: "Schweinerei". Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Da schauen wir doch lieber nach Vynen. Auch dort ging es bei der Versammlung der örtlichen Vereine um das Thema Flüchtlinge - besonders die Nutzung des Schulgebäudes. Aber, das stellte Vorsitzender Norbert Frerix gleich klar, es ging nicht um das "Ob" und "Warum" der Flüchtlingsunterbringung, sondern um das "Wie". Wie kann Vynen helfen, wie können wir Bürger helfen? Eine tolle Einstellung, erinnert uns an die gute Idee des Aufklebers. "Wir sind Xanten - wir schaffen das."

Kritik gibt es am Plan, die Behindertentoilette im Xantener Rathaus in die erste Etage zu verlegen. Absolut nachvollziehbar. Xanten wirbt auch bei seinen Gästen unter anderem mit dieser Toilette. Soll der Besucher, wenn er zum Rathaus gefunden hat, auch noch in die erste Etage fahren? So sinnvoll der Einbau des Aufzugs ist, da sollte noch mal überlegt werden.

Eine gute Nachricht aus Rheinberg: Nicht über Schulschließungen wird gesprochen, sondern wegen der erfreulich hohen Anmeldezahlen können in den Grundschulen wohl 13 statt nur zwölf erste Klassen gebildet werden.

Nun liefert Amazon bei Wunsch noch am gleichen Tag. OK, aber beim Einzelhandel vor Ort können Sie das Geschenk im Regelfall direkt mitnehmen. Kostenlos verpackt und von einem Lächeln begleitet.

Trotz alledem - genießen Sie Ihr Wochenende!

dirk.moewius@rheinische-post.de

Quelle: RP
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