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Sonsbeck
In den Tiefen der Unterwasserwelt - Zeltlager zum Abtauchen

Sonsbeck. Unter dem Motto "Spaß in den Tiefen der Unterwasserwelt" verwandelten 63 Kinder im Zeltlager den Labbecker Sportplatz in ein gewaltiges Aquarium. Sie tauchten ein und erlebten bei Wasserspielen mit der Feuerwehr, beim Paddeln auf der Niers oder bei der Krönung des Meereskönigs ein feuchtfröhliches Vergnügen. Allzu oft kam das kühle Nass als Regen von oben. Von Beate Wyglenda

Schlechte Laune kam bei den Sieben- bis Zwölfjährigen dennoch nicht auf. "Wir waren eh nass. Da konnte uns der Regen nichts anhaben", so Betreuerin Kim van Leyen. Bereits am ersten Tag wurde es spritzig. Die Feuerwehr Labbeck war zu Gast. Bei Wettkämpfen wie beim Schlauch-Zusammenstecken oder Schoko-Kuss-Schleudern durften sich die Lagerkinder - im wahrsten Sinne - auch mal selbst begießen. "Dabei blieb keine Unterhose trocken. Wir wurden so nass, dass sogar die Schuhe quietschten", erzählte Kim van Leyen begeistert.

Die 23 Betreuer bekamen das Meiste ab. Bei einem Spiel wurden je drei von ihnen an einen Stuhl gefesselt. Nur der schwache Arm blieb frei, um sich Wasserbomben zuzuwerfen. "Dass nicht jede Bombe unbeschädigt ankam, muss man nicht extra erwähnen", so die Betreuerin: "Irgendwann artete das Ganze in eine riesige Wasserschlacht aus."

Feuchtfröhlich ging es weiter. Am Dienstag stand eine Paddeltour auf der Niers auf dem Plan. Für Miriam Luisa Coenen das schönste Erlebnis. Die Zehnjährige ist seit drei Jahren dabei. Das Motto "Unterwasserwelt" gefällt ihr besonders gut. "In der Freizeit bin ich oft im Segelboot oder Kanu unterwegs, auf der Niers zu paddeln hat deshalb am meisten Spaß gemacht", sagte sie.

Auch Freundin Maxima Heekeren fand die Paddeltour spannend. Für die Neunjährige war es der erste Ausflug auf der Niers. Daneben genossen die Mädels die zahlreichen Wettspiele, Aktionen und, wie Maxima betonte, das Zelten selbst.

Ein typisches Zeltlager-Event durfte nicht fehlen: Nach dem Lagerfeuer mit Stockbrotrösten ging es auf Nachtwanderung in den Wald. Dafür hatten sich die Betreuer gut was einfallen lassen. Mit gruseligen Geschichten am Kirchplatz, Mutproben am Steg der Hasenacker-Teiche sowie schrecklich schönen Spukmomenten wurde Jungen und Mädchen das Fürchten gelehrt. "Alle Kinder waren total begeistert", sagte van Leyen. "Wenn man eine Jugend hat, die gute Ideen und Spaß an der Arbeit mit Kindern hat, kann es nur toll werden", betonte sie.

Bastelangebote rund ums Thema mit Luftballonfischen, Kraken aus Klopapierrollen, Seepferdchen aus Papptellern und einem Schiff aus Europaletten ergänzten das Angebot. In den alten Tornetzen drapiert, boten die selbst gemachten Meeresbewohner die perfekte Kulisse für das Meereskönigsschießen auf den Oktopus sowie den gestrigen Abschlussabend mit den Eltern.

Quelle: RP
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