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Xanten
In Wardt entstehen neue Baugrundstücke

Xanten. Die Stadt ist froh, bald 20 bis 30 Grundstücke zwischen Meerend und Strohweg anbieten zu können. Von Heidrun Jasper

Der Abriss ist laut Niklas Franke "in erreichbarer Ferne": Dort, wo noch das Nibelungenbad steht, klafft bald eine große Lücke. Die und der zum Bad gehörige Parkplatz soll geschlossen und mit eingeschossigen Einfamilienhäusern, vielleicht auch mit einigen zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern bebaut werden. In einer gut besuchten Bürgerversammlung stellten der Technische Dezernent und Martin Stork vom Fachbereich Stadtplanung, Bauen und Liegenschaften jetzt erste Pläne vor.

Die Stadt sei froh, "an prominenter Stelle" zwischen Meerend und Strohweg demnächst 20 bis 30 Grundstücke in verschiedenen Größen (ab 270 bis 300 Quadratmeter aufwärts) anbieten zu können. Das neue Baugebiet werde ab Meerend durch eine Stichstraße etwa in Höhe des derzeitgen Sparkassen-Pavillons angebunden und etwa dort, wo noch das Wellenbad ist, durch eine Lärmschutzwand Richtung Strandbad abgeschirmt. Mit den Erschließungsmaßnahmen werde nächstes Jahr begonnen; Anfang 2018 könne die Vermarktung beginnen.

Ob denn Wardter Interessenten bevorzugt würden, wollte eine Dame wissen; "das dürfen wir wegen des Gleichbehandlungsgesetzes rechtlich nicht zum Vergabekriterium machen". Was denn mit der Liste sei, auf die sich seines Wissens schon 16 Bauwillige aus Wardt eingetragen hätten, fragte sich ein weiterer Teilnehmer. Ja, diese Liste gebe es, so Stork. Und wenn die Planungen abgeschlossen seien, würde sie auch vom Bauamt abgearbeitet, sprich: Die Interessenten würden gefragt, ob sie nach wie vor interessiert sind. Und wenn dann mehrere Bauwillige scharf auf ein und dasselbe Grundstück sind? Dann entscheidet nicht etwa das Los, aber wie in diesem Fall genau verfahren wird, steht noch nicht fest: "Die Vergabekriterien muss der Hauptausschuss erst noch beschließen", so Franke, der mehrfach betonte, dass man noch in der Planungsphase und gar nichts entschieden sei. Auch nicht, ob überhaupt und mittendrin einige Mehrfamilienhäuser gebaut werden (sollen), und zwar nicht "aus fiskalischen Gründen: "Wir wollen keinen Reibach machen", so Franke und Stork; man wolle einzig dadurch auch älteren Menschen oder Alleinerziehenden die Möglichkeit geben, sich ein schönes Zuhause zu schaffen.

Und wo liegen wir preislich, wollte eine Wardterin wissen. "Im Moment werden für Grundstücke in Wardt 100 Euro je Quadratmeter gezahlt - vermutlich wird es aber etwas höher liegen", so Franke. Ob ein Eckgrundstück am Meerend/Strohweg auch gewerblich nutzbar sein könne (etwa für einen Tante-Emma-Laden oder eine Bäckerei)? "Das geht, aber meistens hapert so etwas an dem fehlenden Investor", so Franke. Was definitiv nicht sein wird: Ein Feuerwehrgerätehaus dort zu bauen.

Quelle: RP
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